Di., 17.04.2018

Neue Trainingsanlage in Betrieb genommen TB-Bogensportler am Ziel ihrer Träume

Der erste Schuss auf der neuen Anlage an der Ecke „Auf dem Windhorst“ und „Tappenstiege“ in Borghorst ist abgegeben: Abteilungsleiter Joachim Janning bewies dabei Treffsicherheit.

Der erste Schuss auf der neuen Anlage an der Ecke „Auf dem Windhorst“ und „Tappenstiege“ in Borghorst ist abgegeben: Abteilungsleiter Joachim Janning bewies dabei Treffsicherheit. Foto: privat

Steinfurt - 

Na, wenn das kein gutes Omen ist: Der erste Schuss auf der neuen Bogensportanlage des TB Burgsteinfurt traf gleich ins Schwarze – pardon, ins Goldene. Abgegeben hat ihn am Samstag der Abteilungsleiter höchstpersönlich. Nicht nur Joachim Janning und mit ihm die Mitglieder der Abteilung, die zur prosperierendsten innerhalb des Turnerbundes überhaupt gehört, sind stolz auf die neue Heimstatt. Auch die Vorsitzende Dörte Michels ist froh, „ein solch gute Lösung gefunden zu haben“.

Von Ralph Schippers

Nach der Übergabe des Geländes an der Tappenstiege in Borghorst durch die Hundesportler des „RSV 2000“ im Sommer und der Einigung mit dem Verpächter Josef Große Kleimann (Michels: „Die Gespräche sind sehr kooperativ verlaufen“), legten die Bogensportler in zahlreichen Arbeitseinsätzen Hand an, um das Areal samt Vereinsheim fit für ihre Zwecke zu machen. Letzte Woche war Endabnahme durch die Stadt – „es gab keinerlei Beanstandungen“, freut sich Janning. Sämtliche bauliche und sicherheitsrelevante Auflagen seien erfüllt worden.

Der Abteilungsleiter betont das gute Verhältnis zu den Nachbarn. Man sei aktiv auf diese zugegangen und habe sie frühzeitig in das Vorhaben eingebunden. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bei der Ausübung des Sports konnten ausgeräumt werden. „Wir haben sogar einen zusätzlichen Pfeilauffangzaun aufgestellt und damit die Auflagen sozusagen übererfüllt“, erklärt Janning im Gespräch mit dieser Zeitung. Und leise in der Ausübung sei der Sport sowieso. Dass die TB-Sportler großen Wert auf eine gute Nachbarschaft legen, wird auch dadurch deutlich, dass sie die Anlieger explizit mit einladen werden, wenn im Sommer die große Einweihungsfeier auf dem Areal ansteht.

Trotz jeder Menge Arbeitseinsätze, Janning spricht von freiwillig geleisteten Stunden im vierstelligen Bereich, sind noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. Unter anderem stehen noch Pflasterarbeiten auf der Agenda. Wichtig sei gewesen, dass nach so einer anstrengenden Zeit nun pünktlich die Eröffnung der Freisaison erfolgen konnte. Rechtzeitig zur bevorstehenden Vereinsmeisterschaft können die Aktiven auf dem neuen Gelände üben.

Janning ist froh, dass die Abteilung eine Bleibe mit langfristiger Perspektive gefunden hat. Der Pachtvertrag läuft zunächst über zehn Jahre – Verlängerung nicht ausgeschlossen und von Seiten der Abteilung schon jetzt gewünscht. Das Areal am Rande von Borghorst sei hervorragend für die Bedürfnisse der Bogensportler geeignet. Ein Üben auf die olympische Distanz, im Bogensport sind dies 70 Meter, sei problemlos möglich. Genutzt werde es allerdings lediglich zu Trainingszwecken, „Wettkämpfe sind nicht möglich, die tragen wir in der Halle aus“, erklärt Janning.

Ganz nebensächlich ist für die Bogensportler der Standort des Geländes in Borghorst. Zwar ist es in der lokalen Sportlandschaft schon ein Novum, dass ein Sportverein, und sei es nur eine Abteilung, ihre Trainingsstätte im anderen Stadtteil hat. Einfluss auf die Standortentscheidung habe dieser Umstand nicht gehabt, betont der aus Neuenkirchen stammende Abteilungsleiter. Im Gegenteil, er habe sich schon ein wenig gewundert, als seinerzeit die Stadt auf die Abteilung mit der vorsichtig formulierten Frage zugekommen sei, ob man es sich denn vorstellen könne, künftig im anderen Stadtteil zu trainieren. Auch weil viele Mitglieder aus Borghorst kommen und es zudem kein vergleichbares Angebot vom TVB gibt, sei der Umzug sinnvoll gewesen.



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