So., 22.04.2018

Illegales Feuerwerk an der Meteler Stiege Vor Schreck auf Straße gestürzt

Feuerwerk anlässlich des Tiggelseefestes: Für das Abbrennen bedarf es einer Sondergenehmigung.

Feuerwerk anlässlich des Tiggelseefestes: Für das Abbrennen bedarf es einer Sondergenehmigung. Foto: Theresa Gerks

Burgsteinfurt - 

Für die einen war es offensichtlich ein Spaß, für jemand anders eine Situation mit Schock-Effekt: Als die Burgsteinfurterin Susanne Breilmann in der vergangenen Woche abends mit ihrer Hündin an der Meteler Stiege Gassi ging, knallte und zischte es in unmittelbarer Nachbarschaft unvermittelt und urplötzlich los. Wohl als Gag einer privaten Feier, so vermutet die 51-Jährige, war ein Feuerwerk gezündet worden.

Von Ralph Schippers

„Ich habe mich dermaßen erschrocken, dass ich zu Boden gegangen bin“, berichtet Susanne Breilmann. Nur mit Mühe habe sie die panisch reagierende Hündin an der Leine halten können. Noch mehr Mühe erforderte es für die Körperbehinderte, in dieser Situation wieder auf die Beine zu kommen. Schließlich habe sie es doch geschafft. „Gott sei dank, denn ich lag auf der Straße, nicht auszudenken, wenn in diesem Moment auch noch ein Auto gekommen wäre“, berichtet die Burgsteinfurt immer noch hörbar aufgebracht im Gespräch. Von Glück sprach sie zudem, weil sie keine größeren Blessuren davongetragen hat. Auch deshalb hat sie auf eine Anzeige verzichtet.

Worum es ihr geht, ist Sensibilisierung: Was für die einen ein großer Spaß ist, ist für den anderen Stress pur. „Wer so was macht, macht sich offenbar keine Gedanken über mögliche Folgen, was er aber sollte“, sagt Susanne Breilmann, die den Eindruck hat, dass die Böllerei außerhalb der Zeit des Jahreswechsels in jüngster Vergangenheit zugenommen hat.

„Das geht gar nicht.“ Johannes Schencking, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung bei der Stadt, hat zu derartigen Aktionen eine klare Meinung. Das Abbrennen von Feuerwerk sei ordnungsrechtlich nur an Silvester und Neujahr erlaubt. Ausnahmen gebe es im Fall einer Sondergenehmigung, die zum Beispiel aus Anlass von Volksfesten gegeben werden kann. „Das Tiggelseefest in Burgsteinfurt ist ein solches Beispiel“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Im vorliegenden Fall indes lag offensichtlich keine Genehmigung vor. In solchen Fällen greifen Sanktionen nach dem Ordnungswidrigkeitsrecht. Die können von der einfachen Verwarnung bis zum Bußgeld reichen. Auch Letzteres sei in der Vergangenheit durchaus schon vorgekommen.



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