Public-Viewing: Christian Iker überlegt noch
Heimannplatz als Kompromiss?

Borghorst -

Verlängerung! Die Public-Viewing-Fans müssen die Hoffnung auf spannende WM-Spiele in großer Gemeinschaft noch nicht aufgeben. Veranstalter Christian Iker hat den Ball aus der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses angenommen und ist kurz davor, ihn Richtung Rathaus mit einem Kompromissangebot zurückzuflanken. Nachdem der Neue Markt per Fachdienst-Entscheid ins Abseits geschoben wurde, lauert der Heimannplatz als Austragungsort des Borghorster Rudelguckens auf seine Chance. . .

Freitag, 27.04.2018, 15:56 Uhr aktualisiert: 29.04.2018, 18:30 Uhr
Public Viewing hat in Borghorst schon Tradition. Allerdings soll es dieses Mal eine Zeltveranstaltung werden.
Public Viewing hat in Borghorst schon Tradition. Allerdings soll es dieses Mal eine Zeltveranstaltung werden. Foto: Axel Roll

„Der Platz ist theoretisch denkbar“, ist Christian Iker noch vorsichtig. „Vor vier Jahren haben wir den Platz schon mal angefragt, damals haben wir eine Absage kassiert, weil er nur über einen Fluchtweg verfüge.“ Zentral genug liege er auf jeden Fall, räumt Christian Iker ein. Er möchte in einem ersten Schritt die Infrastruktur checken. Kanalisation, Strom, Wasser. Erst dann möchte er in ernsthafte Verhandlungen mit der Stadt treten. Er gibt weiterhin zu bedenken: „Auf dem Heimannplatz würden durch den Zeltaufbau 70 Parkplätze wegfallen, auf dem Neuen Markt nur 30.“

Der zweite diskutierte Standort für das Public-Viewing-Zelt, der Rathaus-Parkplatz, ist für Christian Iker nach wie vor keine Option. „Das ist zu weit weg von der City. Schließlich möchten wir mit unserer Aktion auch bewirken, dass in der Stadt endlich mal wieder was los ist.“

Johannes Schencking als zuständiger Fachdienstleiter Öffentliche Ordnung kann die Ikersche Mauer bezüglich des Rathaus-Standortes nicht nachvollziehen. Er glaubt nach wie vor, dass die Einschränkungen für die Öffentlichkeit auf dem Verwaltungs-Parkplatz am geringsten wären. „Betroffen wären nur die Mitarbeiter, die während der WM auf ihre Parkplätze verzichten müssten.“ Auch unter emissionsrechtlichen Gesichtspunkten, argumentiert Schencking, wäre der Platz unproblematischer, wäre doch weit weniger Anlieger von dem Lärm betroffen.

Außerdem würde ein interessierter Fan doch ganz gezielt das Zelt ansteuern und finden. Egal, ob es sich auf dem Neuen Markt oder am Rathaus befinde. „Schließlich ist der Standort hier bestens bekannt“, ist er überzeugt. Schencking kann sich auch nicht vorstellen, dass es großen Park-Such-Verkehr geben werde.

In der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses hatte die Verwaltung den Neuen Markt nicht nur wegen der Dauerbelegung der Parkplätze abgelehnt. Johannes Schencking hatte außerdem Sicherheitsbedenken geäußert. Heimann- und Rathausplatz seien weitaus besser beherrschbar. Wie gesagt, jetzt wartet alles auf die Flanke von Christian Iker: Richtung Rathaus oder ins Aus.

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