4140 Euro Beute in Borghorster Wettbüro
28 Monate Haft für Raubüberfall

Rheine/Steinfurt -

Erst verlor ein 25-jähriger Freiberufler aus Ochtrup in einem Borghorster Wettbüro in 16 Tagen 1751 Euro. Gestern landete er wegen des Verbreitens von Falschgeld und einem Raub vor dem Schöffengericht in Rheine und wurde dafür zu zwei Jahren und vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.   Foto:

Dienstag, 15.05.2018, 15:48 Uhr

Erst verlor ein 25-jähriger Freiberufler aus Ochtrup in einem Borghorster Wettbüro in 16 Tagen 1751 Euro. Gestern landete er wegen des Verbreitens von Falschgeld und einem Raub vor dem Schöffengericht in Rheine und wurde dafür zu zwei Jahren und vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Sein Verteidiger hatte Freispruch beantragt, weil die Aussage des Geschädigten zu unklar sei, um glaubhaft zu sein. Das sahen Staatsanwaltschaft und Gericht vollkommen anders: „Der Zeuge hat nachvollziehbar den Tathergang beschrieben und war sehr glaubwürdig“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Das Gericht folgte ihrem Antrag.

Allerdings war das Tatgeschehen kurios: Zunächst soll der Angeklagte, der in dem Wettbüro Stammkunde war, dem Angestellten gegen 22 Uhr einen falschen Fünfziger als Trinkgeld gegeben haben. Der 27-jährige Mitarbeiter stellte fest, dass der Schein falsch war. Daraufhin soll der Ochtruper ihn gebeten haben zu warten, weil er den Schein in einem Supermarkt in der Nähe bekommen habe und ihn dort reklamieren wolle.

Der Zeuge berichtete: „Kurze Zeit später kam er mit einem Schal vermummt zurück und sagte: Das ist ein Überfall.“ Dabei habe er eine Hand in der Tasche gehalten, als hielte er dort eine Waffe bereit. Zuerst habe er das Ganze für einen Scherz gehalten, „aber als er zu mir hinter die Theke kam und mir auf den Arm schlug, habe ich gemerkt, dass es ihm ernst war“. Er habe den Alarmknopf betätigt und ihm das Geld aus der Tages- und Reservekasse ausgehändigt – zusammen 4140 Euro. Der Mitarbeiter war sich absolut sicher, dass der Angeklagte der Täter war: „Ich hatte ja gerade noch mit ihm gesprochen.“

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