Pfarrversammlung zum Umbau der Marienkirche
Neuer Raum für Begegnungen

Borghorst -

Pfarrer Markus Dördelmann und Architekt Hans-Jürgen Schulte haben am Freitagabend während einer Pfarrversammlung im Don-Bosco-Heim den Blick vom kaputten Giebel der Marienkirche auf den neuen Gottesdienstort und Gemeinschaftraum in Wilmsberg gerichtet.

Montag, 21.05.2018, 16:20 Uhr aktualisiert: 22.05.2018, 16:58 Uhr
Lebhaft diskutiert wurde während der Pfarrversammlung im Don- Bosco- Heim. Das Bild links zeigt, wo der neue Eingang der Marienkirche entstehen soll.
Lebhaft diskutiert wurde während der Pfarrversammlung im Don- Bosco- Heim. Das Bild links zeigt, wo der neue Eingang der Marienkirche entstehen soll. Foto: Karl Kamer

Pfarrer Markus Dördelmann und Architekt Hans-Jürgen Schulte haben am Freitagabend während einer Pfarrversammlung im Don-Bosco-Heim den Blick vom kaputten Giebel der Marienkirche auf den neuen Gottesdienstort und Gemeinschaftraum in Wilmsberg gerichtet. Zu den vielen Interessierten gehörten auch Pfarrer em. Karl Holthaus und Bürgermeisterin Claudia Bögel Hoyer.

„Ich bin froh und dankbar, dass dieser Treff in Borghorst erhalten bleibt”, kommentierte eine Zuhörerin die „tollen Ideen”. Da alle liturgischen Einrichtungen wie Altar, Tabernakel, Ambo, Taufbecken, das Chorgestühl sowie die schwarze Madonna wieder verwendet werden, neue Fenster mit Abbildungen der alten Bleiverglasungen des Borghorster Künstlers Franz Heilmann entstehen, wird vieles in dem kleinen Kirchenraum an den alten Zustand erinnern.

Der Blick richtet sich auf den Altar an der Stirnwand, unter dem großen Bronzerelief mit den 15 Figuren, die von der Künstlerin Hilde Schürk-Frisch geschaffen wurden. „Ich glaube, dass es eine ganz beliebte Kirche für Familienfeiern wird”, meinte Dördelmann.

Der Pfarrer bedankte sich für alle Anregungen, die jetzt weiter entwickelt werden können. Wie zum Beispiel der Vorschlag von Karl Holthaus, besonders für die älteren und gebrechlichen Menschen stabile Stühle anzuschaffen, aus denen sie sich gut aufrichten können. Geplant seien Sitzgelegenheiten mit einer Ablage und zum Teil auch Kniebänken, erklärte Dördelmann.

Der neue Boden soll dem alten angepasst, mit Solnhofener Platten ausgelegt werden und eine Fußbodenheizung bekommen. Durch Knopfdruck kann der Kirchenraum durch eine gläserne Schiebetür mit der ehemaligen Marienkapelle verbunden werden. Diese wird zum Gemeinschaftsraum und auf die Höhe des ehemaligen Altarraumes angehoben. Für 50 bis 60 Sitzgelegenheiten und Tische soll Platz sein.

Die Sakristei bleibt an ihrem Ort. In dem zweiten Raum daneben soll eine Teeküche eingerichtet werden.

Dieser Kompromisslösung wurde ausgiebig diskutiert und nach anderen Lösungen gesucht. Auf jeden Fall, so wurde angeregt, soll der Gemeinschaftsraum zusätzlich eine kleine Küchenzeile bekommen. Dazu kommt eine Toilettenanlage.

Einigen Gemeindemitgliedern störte der offene Blick durch die gläserne Schiebetür in den Gemeinschaftsraum. Gemeinsam wurde nach Alternativen gesucht. Zu dem gab es Vorschläge, wie die alten Orgelbühne als Versammlungsraum für kleine Gruppen genutzt werden kann.

Die alte Teestube im Keller darf aus bautechnischen Gründen nicht mehr benutzt werden.

Einig war man sich, dass der neue Gemeinschaftsraum eine gute Alternative sein wird, wenn das Don- Bosco-Heim irgendwann nicht mehr zur Verfügung stehen sollte.

Der Eingang durch die ehemalige Seitentür wird durch eine Rampe barrierefrei erreichbar sein. Dazu kommen Treppenstufen. An dieser Stelle könnte eine Ecke entstehen, in der man sich versammeln kann. Der Pfarrer kann sich gut vorstellen, dass die Marienstatue umgesetzt und dort einen schöneren Platz findet.

Der lange Winter und zusätzliche Fundamentarbeiten hätten die Schließung der abgebrochen Giebelwand erschwert, erklärte der Architekt. Die sichtbare Fassade zum Spielplatz des Kindergartens werde durch eine moderne Vorhangfassade aus druckfestem Laminat geschlossen und dem vorhandenem Verblender angepasst.

Am 1. August ist der Übergabetermin für die Kindertageseinrichtung St. Theresia. Am 1. September sollen die Mädchen und Jungen einziehen. Wenn alles wirklich gut laufe, könnten die Umbauarbeiten an der Marienkirche zum Beginn der Adventszeit abgeschlossen werden. Der Architekt bremste die Erwartung allerdings. Er denkt eher an einen etwas späteren Termin.

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