Di., 22.05.2018

Veranstalter ziehen Antrag zurück Rote Karte fürs Public Viewing

Das Public Viewing in der Borghorster Innenstadt wird zur Fußball-Weltmeisterschaft nicht stattfinden. Im Streit um den Veranstaltungsort gab es keine Einigung.

Das Public Viewing in der Borghorster Innenstadt wird zur Fußball-Weltmeisterschaft nicht stattfinden. Im Streit um den Veranstaltungsort gab es keine Einigung. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Aus, aus, aus, das Spiel ist aus: In Borghorst wird es in diesem Jahr kein Rudelgucken in der Innenstadt geben. Christian Iker und Alessandro Polla haben ihren Antrag für ein Public Viewing im Zelt zurückgezogen. 

Von Axel Roll

Wie Iker auf Anfrage sagte, fällt es den beiden nicht leicht: „Da steckt einiges Herzblut drin. Wir haben uns schließlich über Jahre eine Menge aufgebaut.“ Gescheitert ist die Veranstaltungsreihe am Standort: Iker und Polla wollten ihr Zelt auf dem Neuen Markt aufbauen. Die Stadt will dafür keine Genehmigung erteilen und hatte als Alternativen den Rathaus- und den Heimann-Parkplatz angeboten.

„Insbesondere über den Heimannplatz haben wir lange diskutiert“, so Christian Iker. Aber es gebe da zu viele Unsicherheitsfaktoren. So müsste dort auch nachts Security das Zelt bewachen. „Das wäre auf dem Neuen Markt mitten im Zentrum nicht notwendig“, so der Veranstalter. Außerdem werde in der Zeit nebenan die Villa Fleiter durch die Pfarrgemeinde umgebaut. „Was ist dann mit dem Baustellenverkehr? Der muss über den Heimannplatz.“ Das Rathaus als Standort scheide von vornherein aus. „Das ist einfach zu weit weg von der Innenstadt“, so Iker.

Wie wichtig die zentrale Lage für den Erfolg sei, dafür biete Altenberge das beste Beispiel: „Dort wurde nach Jahren die Kirmes wieder direkt in den Ort geholt. Die Aktion war ein voller Erfolg“, betont Christian Iker.

Die CDU-Fraktion hatte sich in einem Antrag für den Standort Neuer Markt stark gemacht. Die Verwaltung blieb aber unerbittlich. Sie führte als Argumente den Verlust von 30 Parkplätzen auf einem der am stärksten frequentierten Flächen in der Borghorster Innenstadt an. Außerdem müsste die Geschäftswelt und Ärzteschaft im Umfeld Kundenverluste von rund 20 Prozent – geschätzt – für die fünf Wochen der Weltmeisterschaft hinnehmen. Außerdem, so die Verwaltung, seien die Geräuschbelästigungen für die Nachbarn nicht hinnehmbar. Die CDU-Fraktion hatte argumentiert, „dass bei der Fußballweltmeisterschaft die Toleranz für die Fußballbegeisterten so groß ist, dass die wenigen Nicht-Begeisterten diese Ausnahmeregelungen für den fünfwöchigen Zeitraum, in dem weniger Parkplätze zur Verfügung stehen, akzeptieren können.“



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