Freibad „Bagno Mare“ erlebt erstes langes Badewochenende
Nur grinsende Gesichter

Steinfurt -

Von Rolf Echelmeyers Gesicht ist das glückliche Grinsen momentan wohl genau so schwer zu entfernen wie das aus jenen Gesichtern, in die er selbst bei der Wiedereröffnung des Freibads „Bagno Mare“ geblickt hat. „Es hat wirklich alles rauf und runter gepasst“, hört man gleich mehrere Brocken, die am Samstag um kurz nach 11 Uhr von der Brust des Stadtwerke-Geschäftsführers polterten. „Und es macht tierisch Spaß, wenn man am Samstag und Sonntag nur in grinsende Gesichter sieht.“

Dienstag, 22.05.2018, 17:16 Uhr
Seit dem Wochenende kann das Burgsteinfurter Freibad nicht nur besichtigt werden – man darf auch wirklich und wahrhaftig wieder ins Becken springen. Oder Rutschen.
Seit dem Wochenende kann das Burgsteinfurter Freibad nicht nur besichtigt werden – man darf auch wirklich und wahrhaftig wieder ins Becken springen. Oder Rutschen. Foto: Rainer Nix

Schließlich war der Weg auch ganz schön lang und aufreibend gewesen. Deshalb gibt Echelmeyer offen zu: „Es war jetzt auch eine Erleichterung.“ Oft genug stand die Finanzierung spitz auf Knopf, mussten unkonventionelle Wege bei der Sanierung gegangen werden. „Das ist echt ambitioniert gewesen“, sagt er in der Rückschau.

Am Wochenende waren alle Sorgen erst einmal wie weggeblasen. Und Echelmeyer konnte sich gar nicht satt sehen: „Ich bin am Sonntag nochmal mit dem Fahrrad dagewesen.“ Was er da sah, waren glückliche Leute – wenn auch noch keinen Besucherrekord. Die Pfingstfeiertage haben manchen Steinfurter zu einem Kurzurlaub animiert, außerdem scheint es sich immer noch nicht überall herumgesprochen zu haben, dass das Bad jetzt wirklich und wahrhaftig zum Schwimmen freigegeben ist: Einige Besucher seien am Wochenende zunächst nur dagewesen, um sich das frisch sanierte Bad anzusehen – und hätten dann erst noch einmal nach Hause fahren müssen, um ihre Badesachen zu holen, weil sie nicht gewusst hatten, dass man auch schon ins Wasser darf.

Sorgen vor Langeweile hat der Stadtwerke-Chef nicht: „Jetzt müssen wir uns erst einmal wieder verstärkt um das Kombibad kümmern“, sagt er. Und dann gebe es ja noch jede Menge anderer Gebiete, auf denen sich Stadtwerke tummeln – oder noch tummeln können. Auch Jürgen Buskamp vom Förderverein plagen keine Langeweile-Ängste. „Es gibt noch genug zu tun.“ Zunächst einmal jedoch überwiegt auch bei ihm einfach nur die Freude über den perfekten Start. „Wenn du siehst, wie glücklich alle sind, dass sie jetzt wieder ins Wasser können – das ist toll.“

Ganz besonders gefreut hat ihn der augenscheinliche Zuspruch gleich in den ersten Tagen: „Am Sonntag gab es schon lange Schlangen vor der Kasse – und viele wollten direkt Zehner- oder Saisonkarten kaufen.“

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