Ivan Nousse macht die Schweizer Voltigierauswahl fit für die Weltreiterspiele in den USA
Der Reiterflüsterer

Burgsteinfurt -

Mindestens einmal will er es noch wissen: Vom 10. bis 23. September finden im US-amerikanischen Tryon die Weltreiterspiele statt. Mit Ivan Nousse als Trainer der Mannschaft von Voltige Lütisburg, die bei den „World Equestrian Games“ (WEG) für die Schweiz antritt.

Montag, 28.05.2018, 13:16 Uhr aktualisiert: 28.05.2018, 13:50 Uhr
Bei der Weltmeisterschaft 2012 holte Ivan Nousse mit seiner damaligen Longenführerin und heutigen Ehefrau Elke in Le Mans die Bronzemedaille.
Bei der Weltmeisterschaft 2012 holte Ivan Nousse mit seiner damaligen Longenführerin und heutigen Ehefrau Elke in Le Mans die Bronzemedaille. Foto: privat

Dabei hatte der Wahl-Burgsteinfurter eigentlich schon mit dem Voltigiersport abgeschlossen. 2012 holte der 31-Jährige, der sich in der Burgsteinfurter Innenstadt als Osteopath selbstständig gemacht hat, bei den Weltmeisterschaften in Le Mans noch selbst die Bronzemedaille. Zwei Jahre später sollten die Weltreiterspiele in seinem Heimatland Frankreich der Höhepunkt seiner Karriere werden – kurz zuvor erkrankte allerdings sein Pferd, Ivan Nousse beschloss, den Sport aufzugeben und sich stärker seinem eigentlichen Beruf als Osteopath und Heilpraktiker zu widmen.

Dass es dann doch ein bisschen anders kam, daran hat seine damalige Longenführerin und heutige Ehefrau Elke Nousse eine „Mitschuld“: Ihr gehörte nämlich „Rayo de la Luz“, das Pferd, mit dem Ivan mehrfach erfolgreich unterwegs war. Als sie es an den schweizerischen Spitzenverein Lütisburg verkaufte, haben die Verantwortlichen dort den erfolgreichen Voltigierer gleich als Trainer mit verpflichtet.

„Die Schwäche der Voltigierer ist die Artistik“, erklärt Nousse. „Kraft und Technik bringen viele mit. Aber die meisten sind nicht so präzise in ihren Bewegungen.“

Die französischen Voltigierer seien dagegen bekannt für ihren künstlerischen Ausdruck – den Nousse jetzt an die Schweizer weitergeben soll. „Ich mache die letzten Feineinstellungen und achte auf die Kleinigkeiten, die den Unterschied zur absoluten Spitze ausmachen.“ Ähnlich wie beim Eiskunstlaufen würden die jeweils sechs Voltigierer pro Team eine Art Geschichte erzählen, bei der es für die Bewertung eben nicht nur auf die Technik, sondern auch auf den Ausdruck ankomme.

Er selbst ist durch seine Mutter zum Voltigiersport gekommen: „Ich bin wie Obelix – ich bin da als Kind einfach reingefallen“, lacht er.

Wie es nach den Weltreiterspielen weiter geht, will er sich selbst noch offen halten. „Es kommt drauf an, ob es mir als Trainer noch Spaß macht.“ Außerdem ist er mittlerweile auch noch auf einem anderen sportlichen Terrain unterwegs: als Handballer beim TB Burgsteinfurt. Und auch im Pferdesport gibt es noch ein anderes Gebiet, auf dem er tätig ist: Vor zwei Jahren hat er bereits die französische Voltigier-Auswahl bei der Weltmeisterschaft als Osteopath betreut.

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