Tourismuszahlen
Schlechtwetter sorgt für Delle

Steinfurt -

Steinfurt war in diesem Winter offenbar keine bevorzugte touristische Destination: Wie aus der jetzt veröffentlichten Beherbergungsstatistik für den Zeitraum Januar bis März 2018 von IT.NRW hervorgeht, sank die Zahl der Gästeankünfte in der Kreisstadt im genannten Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um gut zehn Prozent von 2203 auf 1981. Landrat Klaus Effing (r.) zählt zu den Förderern des Steinfurter Tourismus. Den Rückgang der Übernachtungszahlen im ersten Quartal konnte auch er nicht verhindern.  Foto: Axel Roll

Dienstag, 29.05.2018, 23:00 Uhr

Im Jahr zuvor war noch ein Anstieg um 6,2 Prozent registriert worden. Die Zahl der Auslandsgäste ging um 13,3 Prozent auf 78 zurück. Bei den Gästeübernachtungen ist der Rückgang noch deutlicher: Die Landesstatistiker aus Düsseldorf verbuchten ein Minus von 12,4 Prozent von 4787 auf 4195. 2017 hatte es noch ein Plus von 13,5 Prozent gegeben. Besonders stark fiel mit 30,7 Prozent der Rückgang bei den ausländischen Gästen aus. Wer als Tourist nach Steinfurt kommt, bleibt laut der Datensammlung rund zwei Tage, Gäste aus dem Ausland im Durchschnitt einen Tag länger.

Auch kreisweit gingen die Tourismuszahlen im genannten Zeitraum im Vergleich zu 2017 zurück - allerdings fiel der Rückgang mit -3,4 Prozent (Gästeankünfte) bzw. -1,4 Prozent (Übernachtungen) moderater aus. Bei den ausländischen Gästen gab es sogar ein leichtes Plus.

Marion Niebel, Geschäftsführerin der Steinfurt Marketing & Touristik, führt die rückläufigen Zahlen für Steinfurt unter anderem auch auf das Wetter zurück. „Der lange und nasse Winter hat viele offenbar von einem Kurzurlaub zurückgehalten“, vermutet sie. Die Touristik-Expertin zeigte sich zuversichtlich, dass das Minus im Jahresverlauf wieder ausgeglichen werden kann. „Seit Pfingsten zieht es richtig an“, verweist sie auf eine hohe Zahl insbesondere von Tagestouristen und Wohnmobilisten.

Die fallen indes ebenso durchs Erfassungsrost wie Urlauber, die in einem Betrieb übernachten, der weniger als zehn Betten aufweist. Marion Niebel schätzt, dass das in der Kreisstadt mindestens die Hälfte der Angebote betrifft.

Mehr als neun Betten haben laut IT.NRW-Statistik acht Betriebe – und damit einer weniger als noch 2017. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Betten reduzierte sich von 238 auf 224. Die mittlere Auslastung beträgt 20 Prozent. Zum Vergleich: In der Tourismus-Hochburg Tecklenburg sind aktuell 19 Betriebe der genannten Größenordnung mit einer Gesamtbettenzahl von über 800 registriert.

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