Der Eichenprozessionsspinner breitet sich rasant aus
Das große Spinnen

Steinfurt -

Mehr als 20 Hinweise sind es alleine seit Sonntag, denen die Mitarbeiter des Fachdiensts Sicherheit und Ordnung nachgehen mussten: Der Eichenprozessionsspinner hat Steinfurt erreicht.

Montag, 04.06.2018, 16:48 Uhr aktualisiert: 05.06.2018, 15:46 Uhr
Im Park am Arnold-Kock-Brunnen haben die Raupen ebenfalls mindestens einen Baum besetzt.
Im Park am Arnold-Kock-Brunnen haben die Raupen ebenfalls mindestens einen Baum besetzt. Foto: Bernd Schäfer

In den vergangenen Jahren hat sich die Nachtfalterart immer weiter gen Norden ausgebreitet – in diesem Jahr tauchen ihre Raupen an vielen Stellen des Steinfurter Stadtgebiets und der Umgebung auf.

„Wir haben das Problem im ganzen Kreis“, weiß Fachdienstleiter Johannes Schencking aus Gesprächen mit Kollegen. „Wir hatten in den vergangenen Wochen ein extrem Eichenprozessionsspinner-freundliches Wetter. Das lässt die Befallszahlen deutlich in die Höhe schnellen.“

In der vergangenen Woche wurde bereits ein Nest neben der Schule am Bagno gefunden (wir berichteten), gestern Morgen wurde unter anderem ein Baum in dem Park zwischen Familienbildungsstätte und Arnold-Kock-Brunnen abgesperrt. Bei einem Anwohner des Parks marschierten die Raupen bereits durch dessen Fahrradschuppen ...

Die befallenen Bäume, meist wie der Name des Falters schon sagt eben Eichen, sind oft leicht an den großen Gespinsten zu erkennen, in denen die Raupen sich häuten. Das Raupenstadium dauert von Anfang Mai bis in den Juli hinein, wenn sie sich verpuppen.

Am gefährlichsten sind die Raupen im Juni: Dann tragen sie sogenannte Brennhaare, die für Menschen sehr unangenehm sein können: Im günstigsten Fall verursachen sie nur ein Hautjucken, schlimmer ist es, wenn sie über Mund oder Nase an die Schleimhäute gelangen, dann können sie zu Bronchitis und Asthma führen.

Deshalb sollte man unbedingt einen weiten Bogen um sie machen und nicht versuchen, sie in Eigenregie zu beseitigen. Stattdessen sollte jeden Befall der Stadtverwaltung gemeldet werden. „Wir beauftragen dann Fachunternehmen wie Forstbetriebe und Schädlingsbekämpfer“, erklärt Schencking. Die entfernen dann die Raupen samt ihren Nestern mit Spezialsaugern – deren Filter keine Haare nach außen lassen.

Kleiner Haken an der Sache: Aufgrund der starken Verbreitung des Eichenprozessionsspinners haben die Fachbetriebe derzeit alle Hände voll zu tun und können die befallenen Stellen nur nach und nach abarbeiten.

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