Projekt „Triangel“ berührt auch Steinfurt
Highway für Radler in der Planung

Burgsteinfurt -

„Triangel“ heißt ein Radwege-Konzept, das sechs Kommunen im Kreisgebiet über Schnellwege für Radpendler miteinander vernetzen will. Mit dabei ist auch die Vechtegemeinde. Eine Hauptrolle spielen dabei ehemalige Bahntrassen, die – miteinander kombiniert – auch einen 70 Kilometer langen Rundkurs erlauben. Der Fokus liegt aber auf der Etablierung klimaschonender Alternativrouten zum Auto.

Dienstag, 05.06.2018, 18:00 Uhr

Diese Radwege-Kombination hat Charme: Vom Burgsteinfurter Bahnhof aus über die Radbahn bis Rheine fahren, dann weiter über eine weitere frühere Bahnlinie nach Ochtrup und Metelen und von aus über eine weitere alte Bahnlinie wieder zurück nach Burgsteinfurt. Eine ambitionierte Tagestour auf den Spuren der früheren Schienenstränge. Viele Radfahrer haben den Dreiklang der Ex-Bahntrassen bereits entdeckt – und jetzt sollen sie auch für Radpendler attraktiv gemacht werden.

„Triangel“ heißt das Radweg-Projekt, dass sich bewusst an diesen Dreiklang anlehnt, das aber mehr sein will als ein rein touristisches Angebot. Unter der Federführung des Kreises Steinfurt haben sich die sechs Anliegerkommunen der Bahntrassen-Radwege zusammengefunden, um auf einer Länge von insgesamt 70 Kilometern eine schnelle und sichere Verbindung zwischen den Stadt- und Ortszentren zu schaffen. Mit im Boot ist neben Metelen, Rheine, Wettringen, Neuenkirchen und Ochtrup auch die Stadt Steinfurt.

Es geht um die Förderung des Alltagsradverkehrs und damit auch um die Entwicklung einer neuen Mobilitätskultur abseits des Autos. Genau dies ist auch der Hebel, um Fördergelder einzuloben, mit denen der Ausbau der Trassen finanziert werden soll. In einer Absichtserklärung der Bürgermeister der beteiligten Kommunen heißt es: „Die unterzeichnenden Kommunen Steinfurt, Rheine, Neuenkirchen, Wettringen, Ochtrup und Metelen sowie der Kreis Steinfurt haben den gemeinsamen Willen, das Projekt zeitnah voranzutreiben. Zur Finanzierung damit zusammenhängender Kosten sollen Fördermittel des Bundes eingeworben werden. Die Projektpartner sichern mit dieser Absichtserklärung die Bereitschaft zu, den weiteren Prozess positiv zu begleiten und zu unterstützen.“

Zwischen Absicht und Realisierung liegen allerdings noch die Mühen der Abstimmung, Planung und natürlich auch der Finanzierung. Einen Fördertopf des Bundesumweltministeriums haben die sechs Kommunen und der Kreis im Visier und sind derzeit dabei, die ursprüngliche Themenradroute zu einer Rad-Schnellweg-Kombination auszubauen. Rad-Hauptrouten im Zweirichtungsverkehr sollen die Zielvorgabe sein, was den Ausbau der vorhandenen Strecken voraussetzt.

„Neben der baulichen Ertüchtigung von Radwegstrecken und Knotenpunkten zur Minimierung von Verlustzeiten, Fahrbahnmarkierungen oder Beleuchtungen sollen auch der Aufbau von Mobilstationen, Fahrradab­stellanlagen oder Fahrradleihsystemen Teil des Projekts sein“, hieß es in einem ersten Bericht für den Verkehrsausschuss des Kreises.

Von einem mittleren einstelligen Millionenbetrag ist die Rede und auch davon, dass sich die Kommunen an der Finanzierung beteiligen sollen. Angedacht ist, dass der Kreis die Hälfte des Eigenanteils in Höhe von 15 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben übernehmen könnte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5795407?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker