Holger Brößkamp baut den Burgsteinfurter Bahnhof auf der Modellbahnanlage nach
Ein Jugendtraum in H0

Burgsteinfurt -

Wer wissen will, wie der Bahnhof von Burgsteinfurt in den 1970er Jahren aussah, kann am besten in den Keller von Holger Brößkamp hinabsteigen

Dienstag, 05.06.2018, 16:46 Uhr aktualisiert: 06.06.2018, 15:26 Uhr
Nicht nur das eigentliche Gebäude samt Vorplatz, sondern auch die Umgebung baute Holger Brößkamp maßstabsgetreu in seinem Modell nach.
Nicht nur das eigentliche Gebäude samt Vorplatz, sondern auch die Umgebung baute Holger Brößkamp maßstabsgetreu in seinem Modell nach. Foto: Holger Brößkamp

Dort steht das Gebäude samt Vorplatz und Friedenauer Brücke – und sogar den Zügen und Autos aus der Zeit. Natürlich nicht in Originalgröße, sondern im Maßstab 1:87.

Rund ein Jahr lang hat der Burgsteinfurter an dem Modell gebaut – die Idee und die Vorbereitungen liefen aber schon über eine viel längere Zeit.

Mehrere Jahre, oder eher Jahrzehnte, sammelte er Daten und Maße, vermaß dafür auch die Friedenauer Brücke noch vor ihrem Abriss im Jahr 2009. Denn: „Möglichst viele Motive des Originals sollten sich auch im Modell wiederfinden“, sagt Brößkamp. Alle Maße rechnete er in den Modelleisenbahn-Standard „H0“ um und begann dann, Gebäude, Anlagen und die Brücke aus Karton, Kunststoffteilen und abgewandelten Bausätzen nachzufertigen. Selbst das Stellwerk in Höhe der Fabrik Fischer & Co., der Bahnübergangs an der Ochtruper Straße mit dem Posten 50 und dem Gasthaus „Müsken” sowie die Fassade der ehemaligen Juteweberei Tenrich & Wegmann an der Goldstraße ließ der erfahrene Modellbahner, der im Modelleisenbahnclub Münster (MEC) als Experte für Gebäude- und Landschaftsbau zuständig ist, in seinem Keller neu entstehen.

„Damit habe ich mir einen großen Traum erfüllt“, sagt Holger Brößkamp beim Blick auf die Miniaturausgabe des Stemmerter Bahnhofs.

Dabei waren der Bahnhof und sein Umfeld nicht die ersten „Heimatansichten“: „Ich baue besonders gerne originale Szenerien nach. Aus Burgsteinfurt habe ich schon die ehemalige Unterführung am Veltruper Kirchweg oder die Brücken an der Leerer Straße nachgebaut. Aber den Heimatbahnhof im Modell nachzuempfinden, das war wirklich ein besonderes Projekt.“ Traurig, dass das Projekt jetzt beendet ist, ist er nicht: „Das Basteln macht mir eigentlich gar nicht so viel Spaß – ich fahre lieber auf der Anlage.“

Natürlich mit zeitgenössischen Zügen der 1960er und -70er Jahre, ganz klassisch analog auf Zweileiter-Gleichstromgleisen gesteuert.

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