„Ortstermin“ mit Norbert Hageböck
„Ich bin ein Steinfurt-Denker“

Burgsteinfurt -

„Dem Bürger verpflichtet“ – diesen Leitsatz hat sich die Freie Wählergemeinschaft Steinfurt (FWS) auf ihre Fahnen geschrieben. Sie ist ein Verein, keine Partei, doch das macht für den Vorsitzenden Norbert Hageböck keinen entscheidenden Unterschied. Er stellte sich am Dienstagabend bei einer neuen Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Ortstermin“ den Fragen von Dr. Peter Krevert.

Mittwoch, 06.06.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 07.06.2018, 10:46 Uhr
Der FWS-Vorsitzende Norbert Hageböck (l.) stellte sich den Fragen von Dr. Peter Krevert.
Der FWS-Vorsitzende Norbert Hageböck (l.) stellte sich den Fragen von Dr. Peter Krevert. Foto: nix

„Dem Bürger verpflichtet“ – diesen Leitsatz hat sich die Freie Wählergemeinschaft Steinfurt (FWS) auf ihre Fahnen geschrieben. Sie ist ein Verein, keine Partei, doch das macht für den Vorsitzenden Norbert Hageböck keinen entscheidenden Unterschied. Er stellte sich am Dienstagabend bei einer neuen Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Ortstermin“ den Fragen von Dr. Peter Krevert. In der federführend vom Kulturforum veranstalteten aktuellen Staffel stehen Steinfurter Politiker im Fokus. „Wie geht Kommunalpolitik?“ lautet die Frage, die anhand zahlreicher Details beleuchtet wird. Gastgeber des Abends war Michael Raus im gleichnamigen Therapiezentrum.

Der Fragerunde folgte eine engagierte Diskussion in der Steinfurts Zukunft auf’s Tablett kam. Gibt es Visionen, die Stadt zu entwickeln? Ja, es gibt sie, doch zwischen Theorie und Praxis tun sich wie so häufig Abgründe auf. Sehr oft sei das Ehrenamt gefragt, sich einzubringen. Auch die Parkplatzsituation in Steinfurt war ein Thema, das viel Diskussionsstoff bot.

„Ich bin ein Steinfurt-Denker“, sagt Hageböck über sich selbst. Die Überbetonung der Zweipoligkeit „Burgsteinfurt – Borghorst“ störte ihn schon immer. Die 1989 gegründete, politisch ausgerichtete FWS habe um die 100 Mitglieder. Gedacht werde weder „rechts“ noch „links“. „Wir sind immer bemüht, einen Konsens zu finden“, so Hageböck, der seit 2015 den Vorsitz inne hat. Junge Menschen für die politische Arbeit zu begeistern sei auch bei der FWS schwierig, doch das sei eher ein generelles Problem. „Es ist wichtig, für Steinfurt etwas zu tun, ganz egal mit welchen politischen Partnern“, betont Hageböck und: „Ich sehe uns im Rat nicht unbedingt als Opposition“, so der Vorsitzende. Die FWS ist dort mit drei Mitgliedern vertreten. Engagiert werde sich auch außerhalb der Ratsarbeit für alles, was den Steinfurtern wichtig ist, vom Erhalt der Sportstätten bis hin zur Stadtbücherei. Ein ganz großes Ziel, das nur mittel- bis langfristig zu erreichen sei: Steinfurt muss schuldenfrei werden, „Geld ist da, es muss nur sinnvoll ausgegeben werden“, laute das Credo der freien Wählergemeinschaft.

„Mit der Bürgermeisterin bin ich gut zufrieden“, so Hageböck, „sie ist überall präsent, macht viel, nur manchmal könnte sie etwas entscheidungsfreudiger sein.“

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