220000-Euro-Sanierung
Nach Freibad jetzt Schulbad

Burgsteinfurt -

Das Freibad an der Tecklenburger Straße ist gerade frisch saniert. Aber es gibt in Burgsteinfurt noch ein weiteres, wenngleich deutlich kleineres Schwimmbad, das zum Teil öffentlich durch Vereine genutzt wird und nun ebenfalls in den Genuss einer Renovierung kommen soll: das Schulbad der St.-Elisabeth-Schule.

Mittwoch, 06.06.2018, 15:26 Uhr aktualisiert: 07.06.2018, 10:46 Uhr
Fliesen platzen ab, an den Armaturen blättert der Chromüberzug, der Stahlbeton des Beckens rostet: Beim Bewegungsbad der St.-ElisabethSchule ist nach rund 30 Jahren Nutzung der Lack ab. Jetzt steht die Sanierung in Aussicht, was Schulleiter Benedikt Oestreich (im Hintergrund) freut.
Fliesen platzen ab, an den Armaturen blättert der Chromüberzug, der Stahlbeton des Beckens rostet: Beim Bewegungsbad der St.-ElisabethSchule ist nach rund 30 Jahren Nutzung der Lack ab. Jetzt steht die Sanierung in Aussicht, was Schulleiter Benedikt Oestreich (im Hintergrund) freut. Foto: Schippers

Das Freibad an der Tecklenburger Straße ist gerade frisch saniert. Aber es gibt in Burgsteinfurt noch ein weiteres, wenngleich deutlich kleineres Becken, das zum Teil öffentlich durch Vereine genutzt wird und nun ebenfalls in den Genuss einer Renovierung kommen soll: das Schulbad der St.-Elisabeth-Schule.

Nachdem der Schulausschuss dem Vorschlag der Kreisverwaltung zur finanziellen Bezuschussung des Projekts bereits im Mai zugestimmt hat und ein gleiches Votum am Dienstag vom Kreisausschuss gefällt worden ist, muss nun noch der Kreistag grünes Licht für die Erneuerung des Bades geben. Diese wird organisatorisch von der Tectum Caritas gGmbH durchgeführt, die für den Kreis die Trägerschaft der Förderschule übernommen hat.

Dass die Sanierung der aus den 1980er-Jahren stammenden Anlage dringend erforderlich ist, hat das Gutachten eines Architekturbüros bestätigt. Wegen des schlechten baulichen Zustands sprechen die Gutachter sogar von einer Gefährdung.

Augenscheinliche Mängel sind vor allem Rost an der Beckenkonstruktion, abgeplatzte Fliesen sowie Duscharmaturen, an denen sich der Chromüberzug löst. Letzteres ist auch bereits vom Gesundheitsamt beanstandet worden. Die Maßnahmen betreffen vor allem das Bewegungsbad, das räumlich getrennt vom eigentlichen Schwimmbecken ist.

Teil des Maßnahmenkatalogs ist auch eine Erneuerung der Wasseraufbereitungs- und Filtertechnik. Sie soll künftig getrennt voneinander laufen. Auch die Frischluftzufuhr, deren Führung derzeit wegen der Neigung zur Kondenswasserbildung Probleme bereitet, soll neu geregelt werden. Der finanzielle Aufwand wird auf insgesamt rund 220 000 Euro beziffert.

Schulleiter Benedikt Oestreich, wie notwendig die Sanierung aus schulischer Sicht ist: Das Bewegungsbad diene vor allem der Wassergewöhnung und habe hohe Bedeutung für die sensorische und motorische Entwicklung der Schüler. Eine Sanierung sei somit wichtig, um den laufenden und künftigen Schulbetrieb als „festen Bestandteil des Unterrichts, von dem alle Schüler profitieren“ zu sichern.

Aber auch die Vereine und Verbände, die das Bad nach Schulschluss nutzen und dafür eine Aufwandsentschädigung entrichten, hätten Vorteile. „Außer am Wochenende ist das Bad täglich bis 22 Uhr ausgebucht“, berichtet Benedikt Oestreich. Durch die seinerzeitige Schließung des Bades im Marienhospital hätte sich ein weiterer Nachfrageschub ergeben.

Im Kreisausschuss ist der Beschlussvorschlag der Verwaltung auf einhellige Zustimmung gestoßen. Demnach werden die von der Tectum Caritas für die Maßnahme aufzunehmenden Darlehen anteilig zu 50 Prozent durch Übernahme von Zins- und Tilgungsleistungen unterstützt. Die Refinanzierung erfolgt auf der Grundlage der schulaufsichtlichen Genehmigung der Bezirksregierung Münster. Wenn der Kreistag nun ebenfalls grünes Licht gibt, sollen die Arbeiten möglichst zeitnah ausgeschrieben werden.

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