„Kleiderkammer & Babykorb” nutzt die ehemaligen Räume des „Offenen Ohrs“
Die Arbeit wird enorm erleichtert

Borghorst -

Für die 21 Mitarbeiterinnen von „Kleiderkammer & Babykorb” ist es eine enorme Arbeitserleichterung. Schön aufgereiht hängen die Jacken, Hosen, Shirts, Westen, Anzüge und viele andere Kleidungsstücke jetzt gut sortiert auf Bügeln. Es gibt viel Platz zum Sortieren der gespendeten Ware auf einem neuen Arbeitstisch in rücken-gerechter Höhe.

Freitag, 22.06.2018, 22:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2018, 13:22 Uhr
Die 21 Mitarbeiterinnen von Kleiderkammer & Babykorb sind begeistert von der Erweiterung der Räume an der Emsdettener Straße.
Die 21 Mitarbeiterinnen von Kleiderkammer & Babykorb sind begeistert von der Erweiterung der Räume an der Emsdettener Straße. Foto: Karl Kamer

In zusätzlichen Räumen kann die Saisonware, wie zum Beispiel jetzt Winterkleidung, oder Oster- und Weihnachtsschmuck gelagert werden.

Seitdem das „Offene Ohr” zum Ende des vergangenen Jahres geschlossen hat, nutzen „Kleiderkammer & Babykorb” die Räume direkt nebenan. Seit dem Start im September 2009 bieten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen an der Emsdettener Straße 18-20 in gepflegtem Ambiente Bekleidung für Damen, Herren und Kinder an. Außerdem gibt es dort Tisch- und Bettwäsche, Schuhe, Haushaltshelfer und Dekoartikel zu kleinen Preisen. „Gerne dürfen alle Bedürftigen bei uns kaufen”, betont die Sprecherin Maria Waterkamp. „Eine Jeanshose geht für zwei Euro über die Theke. Jacken kosten drei bis fünf Euro. Handeln können unsere Kunden auch ganz gut. Aber wir machen die Preise”, erzählt Doris Söppler vom Alltagsgeschäft.

Die Kleiderkammer der Pfarrei St. Nikomedes möchte in Not geratenen und Bedürftigen helfen. Um diese Aufgaben weiter erfüllen zu können, ist die Gemeinde gehalten, sich in der Regel einen Nachweis über die Bedürftigkeit, wie den Tafelausweis, einen Bescheid für Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II), oder einen Bescheid für Leistungen nach dem SGB XII (Grundsicherungsleistungen) vorlegen zu lassen. Es ist eine große Unterstützung für die Helfer, wenn die Bedürftigen diesen Nachweis einfach vorlegen.

Während der Öffnungszeiten dienstags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs und donnerstags jeweils von 15 bis 17 Uhr können saubere und gut erhaltene Kleidung, Bett-, Tisch-, Nacht-, Sport- und Unterwäsche sowie Schuhe und Socken abgegeben werden. Auch saubere Spielsachen, Kinderbücher oder intakte Haushaltshelfer und Deko werden immer benötigt. „Für alle Spenden möchten wir uns bei der Bevölkerung herzlich bedanken”, betonen die Mitarbeiterinnen. Der Erlös wird nach Abzug der Kosten für bedürftige Menschen und Institutionen gespendet.

So konnten im Jahr 2017 die Arbeit der Hospiz-Initiative, des Familienhauses der UKM Münster, des Offenen Ohrs, der Michael Ende-Förderschule und des Hauses der Wohnungslosenhilfe Münster unterstützt werden. Auch Projekte in Indien und Moldawien konnten unterstützt werden.

Den ehrenamtlichen Helferinnen macht die Arbeit bei einem guten Miteinander riesigen Spaß. Jede hat ihre Aufgaben. Ganz egal, ob sortiert, dekoriert geputzt oder Beratungs- und Verkaufsgespräche geführt werden müssen.

Gerne setzt sich das Team auch nach der Arbeit zu einer Tasse Kaffee zusammen oder startet zu einer Radtour.

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