Vorstädter müssen Heliumballon-Wette verloren geben
Aus der Traum vom Fliegen

Burgsteinfurt -

Der Vorsitzende Helge Hinsenkamp und seine Mitstreiter taten wirklich alles, um die neueste Wette der Vorstädter Schützen umzusetzen. Doch es kam anders. Nachmittags auf dem Familiensonntag musste Hinsenkamp verkünden: „Leute, haltet den Atem an: Die Vorstadtwette 2018 ist verloren“. Enttäuschung spiegelte sich auf den Gesichtern wider. Jeder hätte gern miterlebt, wie sich ein Mensch mit heliumgefüllten Ballonen in die Luft erhebt. Doch der Traum vom Fliegen war buchstäblich bereits bei einem Test im Vorfeld der Wettpräsentation zerplatzt.

Montag, 25.06.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2018, 16:54 Uhr
Da war er noch zuversichtlich: Helge Hinsenkamp zeigt einen der Ballons, die mit Helium gefüllt bis zu 90 Zentimeter messen. Später blieb von einigen Testballons nicht mehr übrig als zerplatztes Gummi.
Da war er noch zuversichtlich: Helge Hinsenkamp zeigt einen der Ballons, die mit Helium gefüllt bis zu 90 Zentimeter messen. Später blieb von einigen Testballons nicht mehr übrig als zerplatztes Gummi. Foto: nix

„Seit drei Tagen sage ich, es könnte klappen“, so der Vorsitzende, der ebenfalls traurig über den Ausgang dieser Herausforderung ist. Es gehe um Spaß und gute Unterhaltung, um nicht mehr, aber auch nicht weniger. Schuld am negativen Ergebnis sei das Wetter gewesen, und das konnte man nun einmal nicht beeinflussen. „Wir haben alle Zutaten herangebracht“, so Hinsenkamp. Eine junge Dame, bereit mit den Ballons zu starten, genügend Heliumflaschen und 80-Zentimter-Ballons aus einer speziellen Gummimischung waren ebenfalls vor Ort. Theoretisch hätte alles klappen können. Ein besonders wichtiger Faktor war jedoch die Sicherheit und die ging über alles.

Ben Völker vom Freiballonsport-Verein Münster und Münsterland war ständiger Berater und auch am Sonntag mit dabei. „Die großen Themen in der Luftfahrt sind stets das Wetter und die Sicherheit“, erklärte er dem Publikum. Beides muss im Einklang stehen, sonst funktioniert nichts.

Der erfahrene Ballonpilot weiß es ganz genau, denn er ist maßgeblich an der Ausrichtung der Montgolfiade beteiligt. „Wenn ich entscheiden müsste ob ich heute Ballon fahre, ich würde mich lieber an die Theke stellen“, betonte Völker.

Die Vorstädter überließen nichts dem Zufall. Sie standen mit der Flugsicherung des Flughafens Münster-Osnabrück in Kontakt, denn wenn eine Traube Ballons hochsteigt, greift sie in den Luftraum ein. In einem Ladenlokal füllten die Schützen ihre ersten Ballons mit Gas.

Am Sonntagnachmittag machten sie den Test und trugen die Ballons ins Freie. In wenigen Metern Höhe war der Wind aber bereits so stark, dass sie aneinanderstießen und mehrere sofort platzten. Sofort entschied Hinsenkamp, die Sicherheitskarte auszuspielen. Weder die „Pilotin“ noch die Zuschauer sollten gefährdet werden, dass stand felsenfest. Und so musste er die Wette für verloren geben.

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