Feuerwache Burgsteinfurt
Kommt der Komplettneubau?

Burgsteinfurt -

In Borghorst steht sie schon seit 2015, die neue Feuerwache. Jetzt soll das Burgsteinfurter Pendant modernisiert werden. Nur mit Mindeststandards zwar – die Stadt muss auf ihr Geld achten –, aber nichtsdestotrotz auf dem neusten Stand feuerwehrtechnischer Vorschriften und Erkenntnisse. Im Hauptausschuss stellte Detlef Bogs, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, am Donnerstag zwei auf der Grundlage des bereits 2010 erstellten Strukturkonzepts des Büros kPlan Vorschläge der Verwaltung vor.

Donnerstag, 28.06.2018, 20:16 Uhr
Bietet viele Vorteile für die Abläufe im Einsatzfall, ist aber auch rund 700 000 Euro teurer als die Teilneubau-Variante: Der Vorschlag der Verwaltung für ein komplett neues Gerätehaus der Burgsteinfurter Blauröcke am Standort Ochtruper Straße.
Bietet viele Vorteile für die Abläufe im Einsatzfall, ist aber auch rund 700 000 Euro teurer als die Teilneubau-Variante: Der Vorschlag der Verwaltung für ein komplett neues Gerätehaus der Burgsteinfurter Blauröcke am Standort Ochtruper Straße. Foto: Stadt Steinfurt

In Borghorst steht sie schon seit 2015, die neue Feuerwache. Jetzt soll das Burgsteinfurter Pendant modernisiert werden. Nur mit Mindeststandards zwar – die Stadt muss auf ihr Geld achten –, aber nichtsdestotrotz auf dem neusten Stand feuerwehrtechnischer Vorschriften und Erkenntnisse. Im Hauptausschuss stellte Detlef Bogs, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, am Donnerstag zwei auf der Grundlage des bereits 2010 erstellten Strukturkonzepts des Büros kPlan Vorschläge der Verwaltung vor. Sie sind mit der Feuerwehr auf Basis des Brandschutzbedarfsplans abgestimmt worden. Es handelt sich indes um Vorplanungen. Es sei nur der Auftakt zu konkreteren Schritten, die noch folgen müssen, hatte der Technische Beigeordnete Hans Schröder zuvor den Stand der Dinge deutlich gemacht.

Alternative eins sieht die Weiternutzung des vorhandenen Sozialgebäudes für die Berufsfeuerwehr sowie den Abriss der alten, aus dem Jahr 1972 stammenden Fahrzeughalle vor. An dessen Stelle wird eine moderne, von zwei Seiten befahrbare Halle sowie ein Erweiterungsbau für die Freiwillige Feuerwehr errichtet.

Variante zwei beinhaltet einen kompletten Neubau mit optimaler Ausnutzung des Grundstücks auch für Alarmparkplätze. Da sowohl Freiwillige als auch hauptamtliche Feuerwehr im selben Gebäude untergebracht wären, ergibt sich die Möglichkeit der bestmöglichen Zusammenarbeit im Einsatzfall. Die Kosten für diese Variante sind mit rund 6 Millionen Euro knapp 0,7 Millionen Euro teurer als bei der Alternative Teilneubau.

Zum Vergleich: Die Wache Borghorst hat 2015 rund 4,37 Millionen Euro gekostet. Bogs wies indes darauf hin, dass diese von der Baufläche kleiner sei, weil dort keine Berufsfeuerwehr untergebracht ist und die Baupreise zuletzt deutlich gestiegen seien.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Planungsvorschläge zur Kenntnis. Sie müssen weiter beraten werden. Feuerwehrchef Dirk Telgmann, der als Gast im Zuschauerraum saß, machte indes deutlich, wohin die Reise einmal gehen könnte: „Für uns ist die Alternative Teilneubau aus einsatztechnischen Gründen nicht sinnvoll.“ Umgesetzt werden soll das Projekt in den Jahren 2021 und 2022. Mit ins Boot holen will die Verwaltung dazu ab dem kommenden Jahr ein Fachplanungsbüro.

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