Sellen-Veltruper Schützen holen die Bögen für ihr Jubiläum aus Drensteinfurt
Erstmal musste die Turmspitze ab

Burgsteinfurt -

Schon jetzt wirft ein großes Ereignis seine Schatten voraus: Im nächsten Jahr feiert der Sellen-Veltruper Schützenverein sein 500-jähriges Jubiläum.

Sonntag, 01.07.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2018, 15:03 Uhr
In einem langen Konvoi schlängelte sich der Tross mit den Festbögen am Samstag über die Landstraßen.
In einem langen Konvoi schlängelte sich der Tross mit den Festbögen am Samstag über die Landstraßen. Foto: Rainer Nix

Am Samstag bewegte sich ein Konvoi aus Lkw und Schleppern mit Tieflader-Anhängern ins rund 60 Kilometer entfernte Drensteinfurt und wieder zurück. Dort holten die Sellener drei verschieden große Festbögen ab. Sie werden ab März/April nächsten Jahres die Hauptzufahrt des Schützenplatzes Waldfreiheit, den Eingang und die Straße in Richtung der Bauunternehmung Arning zieren. Doch vorher gibt’s noch Einiges zu tun.

„Den größten Bogen haben wir auf den Hof Bordieck gebracht“, verrät Tim Sundermann. Der Träger misst 4,60 Meter in der Höhe, das längste Teil ist 10,50 Meter lang und 2,90 Meter hoch. „Da in der Höhe nur vier Meter erlaubt sind, mussten wir eine Turmspitze erst einmal demontieren, bevor wir in Richtung Sellen zurückfahren konnten“, erklärt Sundermann.

Er entdeckte die Annonce des Bürgerschützenvereins Drensteinfurt bereits vor anderthalb Jahren im Internet. Die Drensteinfurter wollten die Festbögen nach ihrer 425-Jahrfeier vor zwei Wochen veräußern. So stellte Sundermann den Kontakt her, fuhr mit Sellen-Veltruper Schützenbrüdern dorthin und begutachtete die Objekte.

Die besondere Herausforderung für den Transport bestand nicht im Gewicht, sondern in der Größe, die Bogen-Elemente passen auf Grund ihrer Dimensionen nicht durch jeden Engpass.

Sellen-Veltruper Schützen holen die Bögen für ihr Jubiläum aus Drensteinfurt

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  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix
  • Mit Lastwagen und Schleppern wurden die Bögen nach Burgsteinfurt transportiert. Foto: Rainer Nix

Deshalb beratschlagten die Burgsteinfurter über die günstigste Fahrstrecke. Dabei einigten sie sich auf die Route von Burgsteinfurt über Laer, Holthausen, Havixbeck, Senden, Ottmarsbocholt und Ascheberg bis nach Drensteinfurt. Der Weg wurde innerhalb von einer Stunde und 45 Minuten ohne Zwischenfälle bewältigt

Die Geschichte der Festbögen reicht noch weiter in die Vergangenheit. Gebaut hat sie der Schützenverein Naendorf in Metelen, 2016 erwarben sie die Weiner Schützen in Ochtrup, die ihr 400-jähriges Bestehen feierten. „Zwei der Bögen haben ein komplettes Statikgutachten und sind bereits vom Kreis Steinfurt genehmigt, weil sie damals schon in der Weiner standen“, sagt Sundermann. Das ist von Vorteil, weil sie nun ohne größeren administrativen Aufwand auch in Sellen aufgestellt werden dürfen. Insgesamt zehn Bogengemeinschaften kümmern sich jetzt um die drei Symbole einer langen Tradition. In den nächsten Wochen gilt es, die Beschriftungen dem Anlass anzugleichen und sämtliche Elemente herzurichten, damit sie auch hübsch festlich aussehen.

Weitere Nachbarschaftsbezirke kümmern sich um die Dekoration des Wegs zum Zeltplatz sowie die feierliche Ausstattung des Festplatzes und des Zelts. „Die Bögen sollen dann schon so sechs bis acht Wochen stehen bleiben“, sagt Sundermann. „Der hohe Aufwand muss sich ja auch lohnen.“

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