Di., 10.07.2018

Schülercampus 2018 Eintauchen in die Ingenieurswelt

Das Interesse am Schülercampus der FH war groß: Fast 250 Schüler weiterführender Schulen machten mit – und erlebten unter anderem diesen Versuch am Strömungskanal des Fachbereichs Maschinenbau mit.

Das Interesse am Schülercampus der FH war groß: Fast 250 Schüler weiterführender Schulen machten mit – und erlebten unter anderem diesen Versuch am Strömungskanal des Fachbereichs Maschinenbau mit. Foto: Ralph Schippers

Steinfurt - 

Ein Studium auf dem Steinfurter Campus der FH ist trocken und besteht nur aus Theorie? Beim „Schülercampus“ wollen Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter zeigen, dass das ein Irrglaube ist. 250 Schüler weiterführender Schulen aus dem ganzen Münsterland tauchten ein in die Welt der Ingenieure.

Von Ralph Schippers

„Ich könnte mir gut vorstellen, später einmal einen Beruf mit ingenieurswissenschaftlichem Hintergrund zu ergreifen.“ Ein Satz, der überrascht, weil er nicht unbedingt typisch ist für eine 16-jährige Gymnasiastin. Marie, Zehntklässlerin der Ahauser Canisiusschule, war am Dienstag eine von über 240 Schülerinnen und Schülern, die am Schülercampus 2018 der Fachhochschule teilnahmen.

Zusammen mit weiteren Schülern war sie unter anderem an dem Workshop „Roboter Dash“ mit dabei – und unter Anleitung von Stefanie Schäfer vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik klappte die App-gesteuerte Programmierung des Technikwunders schon nach relativ kurzer Zeit erstaunlich gut.

Die Studiengangsleiterin gehört zusammen mit ihrem Kollegen Prof. Dr. Hans-Arno Jantzen zu den Initiatoren der Schüler-Mitmach-Aktion der FH. Im Premierenjahr 2017 zunächst mit zwei Fachbereichen gestartet, machten dieses Mal alle fünf Abteilungen des Steinfurter Campus mit eigenen Angeboten mit. Fast 250 Schüler von weiterführenden Schulen mit vornehmlich naturwissenschaftlichem Schwerpunkt aus dem ganzen Münsterland nahmen teil. „Eine tolle Resonanz und nahezu eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr“, freute sich Stefanie Schäfer.

Die technischen Studiengänge der FH bekannter machen, um so Studierwillige später auch in der Region zu halten – das sei wichtiges Ziel des Schülercampus, betonte Jantzen. Im Labor des Maschinenbau-Professors erfuhren die Schüler Einiges über das Strömungsverhalten von Körpern, durften aber auch Turbinen testen oder einen Handyhalter am Computer entwickeln und anschließend mit dem 3D-Drucker ausdrucken. Bei den Chemieingenieuren bekamen sie Einblicke in die Verfahrenstechnik, in der Physikalischen Technik entwickelten die Jugendlichen gar ihr eigene „Weltformel“. Wer wollte, konnte am Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt nicht nur einiges über moderne Ladetechnik erfahren, sondern sich auch einmal auf einen E-Roller setzen oder mit dem hauseigenen E-Auto mitfahren. Insgesamt wurden fast 30 Workshops angeboten.

Für die 16-jährige Marie war der Schülercampus eine erkenntnisreiche Veranstaltung. Ein Studium an der FH, die sie vorher gar nicht kannte, ist für sie nach eigenen Angaben durchaus eine Option.



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