Di., 10.07.2018

Wohnbebauung am Heckenweg Jetzt doch: Dächer sollen flach werden

Auf dem Gelände des ehemaligen Baustoffhandels Normann am Heckenweg – hier ein Archivbild – soll hochwertige Wohnbebauung entstehen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Baustoffhandels Normann am Heckenweg – hier ein Archivbild – soll hochwertige Wohnbebauung entstehen. Foto: ar

Borghorst - 

Eine Ortsbesichtigung vor Sitzungsbeginn und drei Modelle des Architekten machten die Entscheidung leicht(er). Was nicht bedeutet, dass das Votum des Planungsausschusses deutlich ausfiel.

Von Axel Roll

Ganz im Gegenteil. Mit einer Zwei­stimmen-Mehrheit setzte sich die von der Verwaltung und dem Grundstückseigentümer favorisierte Idee der Flachdächer für die Neubebauung am Heckenweg durch, die im Kern das Gelände des ehemaligen Baustoffhandels Normann umfasst. In dem Areal sollen hochwertige Häuser mit jeweils maximal zwei Wohnungen entstehen.

In der vorangegangen Planungsausschusssitzung Mitte Mai war die Flachdachidee noch mehrheitlich durchgefallen. Giebel wie in der Nachbarschaft waren da die erste Wahl. Die Mitglieder hatten sich damals aber vertagt und die jetzt durchgeführte Ortsbesichtigung beschlossen.

Bevor es am Dienstag dann zur Abstimmung kam, gab es eine Sitzungsunterbrechung, in der sich die SPD endgültig auf die Flachdächer festlegte. „Wir sind sicher, dass der Architekt seine Braut weiter pflegen wird“, sagte Fraktionssprecher Rainer Abeling und bezog sich darauf, dass es bei Flachdächern ganz besonders auf eine harmonische Ausgestaltung des Baukörpers ankomme. Der Bauherr hatte schon in der Mai-Sitzung betont, an dieser Stelle etwas ganz Besonderes schaffen zu wollen. Er bemühte in der Formensprache Vergleiche zum Bauhaus-Stil.

Mit der Mehrheit von SPD; FDP, GAL, Linken und Grünen wurde der Flachdach-Vorschlag, der allerdings nicht für alle in diesem Bereich geplanten Bauten gilt, durch den Planungsausschuss durchgewunken. CDU und FWS blieben bei ihrer Meinung, dass die Giebel in diesem Wohngebiet die passendere Planungsvariante seien. Das letzte Wort hat jetzt der Rat.



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