Mi., 11.07.2018

Theater-AG der Bismarckschule „Universeller Förderunterricht“

Prinzessin, König, Zauberer: In die Welt des Märchens entführten die Bismarckschüler ihr Auditorium am Mittwoch während der Aufführung des Theaterstücks „Die verschwundenen Buxstaben“.

Prinzessin, König, Zauberer: In die Welt des Märchens entführten die Bismarckschüler ihr Auditorium am Mittwoch während der Aufführung des Theaterstücks „Die verschwundenen Buxstaben“. Foto: rs

Burgsteinfurt - 

Eine Theater-AG an einer Grundschule? Klingt ungewöhnlich. In der Bismarckschule jedoch ist diese Realität – schon seit vergangenem Jahr. Am Mittwochvormittag nun war der große Moment für die beiden Betreuerinnen der AG und die 18 Mädchen und Jungen gekommen: In der mit Eltern, Großeltern und den Schülern der Bismarckschule komplett besetzten Schulaula boten sie das Stück „Die verschwundenen Buxstaben“ der österreichischen Autorin Rosmarie Potzinger dar.

Von Ralph Schippers

Eine Theater-AG an einer Grundschule? Klingt ungewöhnlich. In der Bismarckschule jedoch ist diese Realität – schon seit vergangenem Jahr. Ins Leben gerufen hat das Angebot Anika Giese-Kessler. Die Klassenlehrerin der 2a hat selbst in ihrer Schulzeit am Gymnasium Theater gespielt. Und es so zu schätzen gelernt, dass sie es an der Burgsteinfurter Grundschule nun ebenfalls etablieren möchte. „Theaterspielen bedeutet so etwas wie universellen Förderunterricht“, gibt die Lehrerin als einen der Hauptgründe für ihr Engagement in diesem Bereich an. „Nicht nur der Gebrauch von Sprache und das öffentliche Vortragen werden geschult, sondern auch die soziale Kompetenz gefördert“, weiß Anika Giese-Kessler. Es gehe darum, die Schätze, die in jedem einzelnen Schüler stecken, herauszulocken und die Kraft der Gruppe zu stärken.

Mit ins Boot geholt für die Vorbereitung und Aufführung des aktuellen Stücks hat die Pädagogin ihre Kollegin Mechthild Weber. Viele Wochen hat das Duo mit den kleinen Theaterspielern geprobt und geübt. Am Mittwochvormittag nun war der große Moment für die beiden Betreuerinnen der AG und die 18 Mädchen und Jungen gekommen: In der mit Eltern, Großeltern und den Schülern der Bismarckschule komplett besetzten Schulaula boten sie das Stück „Die verschwundenen Buxstaben“ der österreichischen Autorin Rosmarie Potzinger dar.

In der Inszenierung um eine Prinzessin, die nicht lesen möchte und daher die Buchstaben verflucht, vermochten die jungen Akteure voll zu überzeugen. Manch einer der Grundschüler agierte richtig ausdrucksstark – mit voller Stimme und ausladender Gestik, andere wiederum zurückhaltender. „Darin spiegelt sich der einzelne Charakter und die Heterogenität der Gruppe wider“, erklärt die Initiatorin die Hintergründe. Wer von den jungen Schauspielern nicht ganz so textsicher war, der konnte sich auf Mechthild Weber verlassen, die als Souffleuse im richtigen Augenblick weiterhalf.

Beachtlich auch die Requisite, die der AG zur Verfügung stand – vom Zauberstab bis zur Königskrone wirkte vieles authentisch. Dass bei der Aufführung echte Theateratmosphäre aufkam, dafür sorgte auch die Bühne. Den Vorhang konnte sich die Bismarckschule dank des Fördervereins und des finanziellen Engagements von Mäzen Rudolf Arning anschaffen, wie Claudia Bock in ihrer Begrüßung betonte. Die Schulleiterin kündigte an, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Theaterstück eingeübt werde. Dann soll es nicht nur intern der Schulgemeinschaft vorgestellt, sondern unter anderem auch in Senioreneinrichtungen aufgeführt werden.



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