Fr., 13.07.2018

List-Gruppe aus Nordhorn erhält den Zuschlag Websaal-Gelände verkauft

Auf dem abgeräumten Websaal-Gelände konnte sich jetzt was tun. Die List-Gruppe aus Nordhorn hat nach Angaben der Bürgermeisterin das Areal gekauft.

Auf dem abgeräumten Websaal-Gelände konnte sich jetzt was tun. Die List-Gruppe aus Nordhorn hat nach Angaben der Bürgermeisterin das Areal gekauft.

Borghorst - 

Das Websaal-Gelände im Borghorster Stadtkern hat einen neuen Besitzer: Wie Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer am Freitagnachmittag mitteilte, hat die List-Gruppe aus Nordhorn das Areal übernommen. „Wir freuen uns, dass an der Arnold-Kock-Straße der nächste Schritt erfolgt ist und wir mit der List- Gruppe einen kompetenten Partner für die Weiterentwicklung des Areals gefunden haben“, wird die Rathauschefin in einer Pressemeldung zitiert. Der neue Eigentümer wurde schon seit Monaten als möglicher Käufer für das 25 000-Quadratmeter-Areal gehandelt.

Von Axel Roll

Welche Rolle Projektentwickler Udo Merkens, der bis zum Jahreswechsel eine Kaufoption für das Gelände hatte, jetzt einnimmt, ist derzeit noch unklar. In der Politik stößt die Unterschrift unter den Kaufvertrag jedenfalls auf Zustimmung und Erleichterung, dass es mit dem Bau eines neuen Wohnquartiers endlich vorangeht.

„Die innerstädtische Fläche im Herzen von Borghorst und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Marienhospital eignet sich besonders gut für die Entwicklung eines attraktiven Gesundheits- und Wohnquartiers“, werden die beiden List-Geschäftsführer Alexander Micheel und Raoul P. Schmid in der Pressemeldung wiedergegeben. Damit ist klar, dass auch unter einem Investor List die alte Marschrichtung bleibt: Pflegeheim und/oder Gesundheitseinrichtungen, kombiniert mit Wohnen.

In den kommenden Monaten sollen die Pläne für das Quartier konkretisiert werden – inklusive der Durchführung des vom Rat beschlossenen Qualifizierungsverfahren für den Städtebau und die Architektur, wie es weiterhin aus dem Rathaus heißt. Beide List-Geschäftsführer kündigten laut Bögel-Hoyer an, renommierte Architekturbüros mit ins Boot zu holen.

„Für die Beurteilung der städtebaulichen und architektonischen Entwürfe der Architekten werden wir gemeinsam mit der List Gruppe eine fachkundige Jury zusammenstellen“, heißt es weiterhin in der Pressemitteilung der Bürgermeisterin. Wie Claudia Bögel-Hoyer auf Nachfrage dieser Zeitung betonte, wird die Stadt nicht auf den Abrisskosten der alten Fabrikhallen sitzen bleiben. Es sei grundbuchlich geregelt, dass die Stadt dafür keine Steuergelder einsetzen müsse.

Der Rat war am Donnerstagabend in nichtöffentlicher Sitzung über den Verkauf des Grundstücks informiert worden. CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff, der vor einigen Monaten das Qualifizierungsverfahren für das Projekt vorgeschlagen hatte, sieht die Linie der Politik bestätigt. „Wir haben immer gesagt, dass es auch unter der Maßgabe einer qualitativ hochwertigen Entwicklung für das Areal Investoren gibt.“ Wichtig sei jetzt, dass gemeinsam mit den neuen Eigentümern eine gute Planung für das für den Stadtteil Borghorst so wichtige Gelände erstellt werde.

Ähnlich sieht Alfred Voges, Fraktionschef der Sozialdemokraten, den Verkauf an List: „Wir hoffen, dass wir mit einem neuen Investor etwas Gutes entwickeln können.“ Zum angekündigten Qualifizierungsverfahren sagte der SPD-Sprecher: „Wir haben jetzt das, was wir immer wollten.“

Die List-Gruppe mit Sitz in Nordhorn entwickelt Gewerbe und Wohnimmobilien sowie Hotels. Auf der Homepage der Unternehmensgruppe finden sich Quartierbauten und -entwürfe unter anderem in Mannheim, Stuttgart und Hamburg. Aber auch Hotels, Logistik- und Einkaufszentren finden sich im Portfolio.



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