So., 15.07.2018

Rat bringt Klimaschutzprojekte auf den Weg Mit gutem Beispiel vorangehen

Steinfurt - 

„Kommunaler Klimaschutz.NRW“ heißt das EU-Förderprogramm, aus dessen Topf Steinfurt Fördergelder für die Umsetzung von Umweltprojekten mit dem Ziel der Reduktion von Treibhausgasemissionen erhalten kann. Förderfähig sind Projekte aus dem Bereich Stromeinsparung, effiziente Wärmeversorgung und Mobilität. Kreisweit stehen für insgesamt 20 Kommunen 15 Millionen Euro Fördergeld bereit. Steinfurt hat die Aussicht auf 1,65 Millionen Euro aus diesem Topf, muss indes einen Eigenanteil von jeweils zehn Prozent aufbringen. Über die Verwaltungsvorschläge für jeweils ein kommunales Projekt aus den genannten Bereichen hatte am Donnerstag der Stadtrat zu entscheiden.

Von Ralph Schippers

Dabei fanden das Vorhaben „LED-Beleuchtung kommunaler Liegenschaften und zentrale Licht- und Anwesenheitssteuerung in den Schulen“ (Gesamtkosten 230 000 Euro, Eigenanteil 23 000 Euro) sowie „Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks“ (Gesamtkosten 128 000 Euro, Eigenanteil 12 800 Euro) Zustimmung.

Zurückgestellt mit den Verweis auf nochmalige Prüfung der Effizienz wurde hingegen das Projekt „Wärme- und Energiezentrale für das Schulzentrum Real- und Hauptschule Burgsteinfurt inklusive Sporthalle“. Vorgesehen ist, die Wärmeerzeugung für die genannten Einrichtungen, die derzeit noch ganz überwiegend durch fossile Brennstoffe wie Gas und Heizöl gedeckt wird, auf Holzpellets und damit auf eine regenerative Energieform umzustellen.

Im Grundsatz begrüßten die Politiker den Ansatz, äußerten indes noch Nachbesserungsbedarf bei der Umsetzung. So sei unter anderem die Frage nach der Entsorgung der Asche der verbrannten Pellets sowie anfallende Kosten hierfür nicht geklärt. Auch seien die Ansätze für die Energie-Effizienz im vorliegenden Konzept teils zu optimistisch angesetzt worden, hieß es aus den Reihen der FWS. Das Thema soll nun – unter Berücksichtigung der Antragsfristen – zunächst weiter im Umweltausschuss beraten werden.

Grünes Licht hingegen gab es für die beiden weiteren Projekte. „Derartige Klimaschutzprojekte sind wichtig für unsere Stadt“, argumentierte CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff. Ins gleiche Horn stieß SPD-Kollege Alfred Voges.

Aufgrund der Erfahrungen bei zwei bereits durchgeführten Maßnahmen erwartet die Stadt bei der Umstellung der kommunalen Gebäude auf LED-Beleuchtung insgesamt eine Energieeinsparung in Höhe von 70 Prozent. Für den Fuhrpark sollen drei E-Nutzfahrzeuge alte Verbrenner ersetzen. Zudem sollen zum Aufladen der Fahrzeuge mittels zertifiziertem Ökostrom drei Wallboxen mit einer Leistung von 22 Kilowatt installiert werden. Das erste E-Auto soll bis spätestens Ende kommenden Jahres, die beiden weiteren bis Ende 2020 angeschafft werden. Das Projekt soll neben der Erreichung der Klimaschutzziele auch Imagegründen dienen: Die Stadt will in punkto E-Mobilität mit gutem Beispiel vorangehen.



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