Mo., 23.07.2018

Markus Schröder übernimmt als Organist und Chorleiter die Aufgaben von Elisabeth Lefken Ein Romantiker durch und durch

Vor allem die Orgel der St. Johannes-Nepomuk-Kirche wird der neue Arbeitsplatz von Markus Schröder sein.

Vor allem die Orgel der St. Johannes-Nepomuk-Kirche wird der neue Arbeitsplatz von Markus Schröder sein. Foto: Bernd Schäfer

Steinfurt - 

„Die Leute in der Gemeinde nennen mich schon ‚Markus der Dritte‘“, lacht Markus Schröder. Und Pfarrer Markus Dördelmann witzelt: „Der Vorname Markus ist mittlerweile Einstellungsvoraussetzung bei uns.“ Nach Markus I. Dördelmann und Markus II. Lehnert ist Organist Markus Schröder seit einer Woche der dritte Hauptamtliche des Namens in der St. Nikomedes-Gemeinde. Der 26-Jährige gebürtige Wattenscheider unterstützt Kantor Lehnert bei der Begleitung der Gottesdienste und der Chorleitung, hauptsächlich im Burgsteinfurter Pfarrbezirk St. Johannes Nepomuk.

Von Bernd Schäfer

„Ich bin mit der Orgel groß geworden“, betont er, dass das Instrument immer Teil seines Lebens war. „Mein Großvater war Kirchenmusiker und hat mich schon mitgenommen, als ich noch ein Baby war.“ Mit 13 Jahren begleitete Markus Schröder seinen ersten Gottesdienst, später legte er die C-Prüfung für Kirchenmusiker ab und nahm bei bekannten Organisten Unterricht, etwa in Köln, Herford und Paris.

In Bochum war er zehn Jahre lang in einer evangelischen Gemeinde tätig. „Ich habe das mal aufgeschrieben: Im Jahr 2016 habe ich dort über 800 Gottesdienste begleitet“, verfügt er offenbar über viel Erfahrung. Darüber hinaus leitete er dort bis zu fünf Chöre parallel.

Jetzt sei er froh, wieder in einer katholischen Gemeinde arbeiten zu können – „mein Herz schlägt katholisch“. Seine beiden neuen „Arbeitswerkzeuge hat er natürlich auch schon begutachtet, die barocke Orgel der St. Johannes-Nepomuk-Kirche und die Orgel im Stil der Romantik in St. Nikomedes. „Ich bin ja Romantiker durch und durch“, sagt Schröder – und plötzlich fällt ihm die Zweideutigkeit des Begriffs auf. Deshalb fügt er hinzu: „Also musikalisch gesehen.“ Nur? „Sonst auch, da können Sie meine Verlobte fragen.“ Die heißt übrigens Marie und ist beruflich in der zweiten Leidenschaft Schröders unterwegs: Der Landwirtschaft. Der will er in Steinfurt weiter frönen, Kontakt zu einem Bauern habe er bereits aufgenommen.

Nach den lokalen Lied-„Klassikern“ hat er sich noch nicht erkundigt. „Ich will das komplette Gotteslob durchspielen. Mir ist es wichtig, eine lebendige Vielfalt von klassischen und modernen Stücken zu haben.“ Auf eine Veränderung können sich die Burgsteinfurter Katholiken schon einmal seelisch vorbereiten: „Ich habe gehört, dass meine Vorgängerin sehr schnell gespielt hat – das wird sich ändern.“



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5927060?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F