Do., 26.07.2018

Firmenchef Stefan Kappelhoff ist stolz auf die Leistungen seiner Auszubildenden Katharina Hemker „Man darf nicht pingelig sein“

Katharina Hemker kann auch mit dem großen Maschinenpark der Firma umgehen. Stolz auf ihre erfolgreiche Auszubildende sind ihr Lehrherr Stefan Kappelhoff (rechtes Bild, 2.v.r.), Ingenieurin Elke Barth (r.) und Geschäftsführer Thomas Brandt.

Katharina Hemker kann auch mit dem großen Maschinenpark der Firma umgehen. Stolz auf ihre erfolgreiche Auszubildende sind ihr Lehrherr Stefan Kappelhoff (rechtes Bild, 2.v.r.), Ingenieurin Elke Barth (r.) und Geschäftsführer Thomas Brandt. Foto: Sabine Niestert

Horstmar-Leer - 

Katharina Hemker ist die beste von insgesamt 45 gärtnerischen Absolventen des Hermann-Emmanuel-Berufskollegs, die erst vor wenigen Tagen als Garten- und Landschaftsbauer im Kreislehrgarten in Burgsteinfurt freigesprochen worden sind. Die 21-jährige erfolgreiche Burgsteinfurterin hat ihre Ausbildung in der Firma von Stefan Kappelhoff in Leer absolviert. Dort will sie zunächst auch noch bleiben.

Von Sabine Niestert

Sie ist robust, belastbar und kann zupacken. Körperliche Arbeit an der frischen Luft macht ihr Spaß. Kommen beim Gärtnern dann noch Abwechslung und neue Herausforderungen hinzu, fühlt sich Katharina Hemker ganz in ihrem Element. Und der Erfolg gibt der jungen Frau Recht. Sie ist die beste von insgesamt 45 gärtnerischen Absolventen des Hermann-Emmanuel-Berufskollegs, die erst vor wenigen Tagen als Garten- und Landschaftsbauer im Kreislehrgarten in Burgsteinfurt freigesprochen worden sind (wir berichteten).

Für ihre außerordentlich guten Leistungen hat die 21-Jährige eine besondere Auszeichnung erhalten. Auf die ist nicht nur sie, sondern auch ihr Chef Stefan Kappelhoff stolz. In dessen Garten - und Landschaftsbau-Betrieb in Leer hat die Burgstein­furterin ihre dreijährige Ausbildung absolviert, die sie jetzt mit der Note 1,64 krönen konnte. Dass gute Ergebnis ist der Gartenfreundin aber nicht zu Kopf gestiegen. Ganz im Gegenteil, die Stemmerterin wirkt bodenständig und bescheiden.

„Ich will erst einmal bleiben und noch zwei bis drei Jahre praktische Erfahrungen sammeln“, erklärt Katharina Hemker im Gespräch mit dieser Zeitung. Danach strebe sie an, den Meister und Techniker zu machen. Froh, dass ihm die erfolgreiche Gehilfin im Garten- und Landschaftsbau weiterhin erhalten bleibt, zeigt sich Stefan Kappelhoff. Mit ihm freut sich auch Mitarbeiterin Elke Borth, die für die Auszubildenden im örtlichen Unternehmen zuständig ist. Die Ingenieurin weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, mit Kolonnen auf Baustellen unterwegs zu sein und sich gegen die Männerwelt zu behaupten. Damit hat die frisch gebackene Gehilfin kein Problem. So hat sie es geschafft, sich den nötigen Respekt zu verschaffen, was ihr als Mimose, die zart besaitet ist, sicherlich nicht gelungen wäre.

„Man darf nicht pingelig sein“, betont der Firmenboss, der die zupackende Art der jungen Frau und ihre Wissbegier besonders schätzt. Kennengelernt haben sich die beiden auf der Ausbildungsmesse in Horstmar. Dort bot der Unternehmer der damaligen Schülerin ein Praktikum in seinem Betrieb an. Bei dem erkannte die Jugendliche, dass Gärtnern ihr Ding ist. Dieser Eindruck hat sich im Laufe der Zeit immer mehr verstärkt, so dass die Prüfungsbeste nach wie vor davon überzeugt ist, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

„Am besten hat mir die Praxis gefallen, aber die Schule war für mich auch nicht so schwer“, erzählt Hemker. „Ich bin ja schließlich auch gut ausgebildet worden“, fügt die junge Frau hinzu, dass sie ihrem Lehrherrn und allen, die sie unterstützt haben, dankbar ist. Immerhin musste sie bei der mündlichen Prüfung 50 Pflanzenarten erkennen und ihren botanischen Namen wissen. Im praktischen Teil galt es, ein Gesamtgewerk aus Kantensteinen, Pflanzen und Natursteinen anzulegen und dabei ein Gefälle zu überwinden.

Zurzeit fordert die wochenlange ungewöhnliche Trockenheit das Leerer Unternehmen. „Wir sind ständig und verstärkt auch am Wochenende mit unserem Wasserfass unterwegs, um Bäume und Beet zu wässern“, klagt Stefan Kappelhoff, dass es unbedingt regnen muss.



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