So., 05.08.2018

Kirmes jetzt zentral in der Innenstadt Mehr als interessante Alternative?

Bei der Borghorster Kirmes ging es in vielen Fahrgeschäften richtig rund. Ob damit auch der neu geschaffene Rundlauf gemeint ist, wird sich zeigen.

Bei der Borghorster Kirmes ging es in vielen Fahrgeschäften richtig rund. Ob damit auch der neu geschaffene Rundlauf gemeint ist, wird sich zeigen. Foto: Rainer Nix

Borghorst - 

Geballte Kirmespower in Borghorsts City. Der Rummel konzentriert sich diesmal auf den Platz Auf dem Schilde, vor der Kreissparkasse und auf dem Neuen Markt. Buntes Treiben soweit das Auge reicht. Die meisten Schausteller und Kirmesbesucher halten es für eine gute Idee, den Heimannplatz nicht mehr in das Geschehen zu integrieren. Alle Publikumsmagneten waren am Start Breakdance, Flying Swing, Autoscooter, Kinderkarussells und zahlreiche Buden mit kleinen und großen Attraktionen.

Von Rainer Nix

„Ich betreibe seit über 20 Jahren einen Süßwarenstand“, sagt Friedhelm Benning. Für ihn ist es ein lohnendes Experiment, das Geschehen im Ortskern zu bündeln. „Es hilft möglicherweise, die Kirmes für das Publikum attraktiver zu machen“, sagt er.

Die Schausteller waren mit einem „Probelauf“ einverstanden. Der Borghorster möchte aber, dass Optionen offen bleiben. In Zukunft noch mehr Fahrgeschäfte herzuholen und dafür den Heimannplatz wieder zu nutzen, ist für ihn eine denkbare Perspektive.

Karin Maurer besucht gern mit ihren Enkelkindern die Kirmes. Auch sie ist angetan von der Konzentration der Buden und Fahrgeschäfte auf den Stadtkern. „Der Bereich auf dem Heimannplatz war für mich sowieso nie interessant“, sagt sie.

„Es ist jetzt ein guter, kompakter Rundlauf“, bringt es Philipp-Timo Heitmann auf den Punkt. Sein Autoscooter ist einer der Hauptanziehungspunkte auf dem Parkplatz vor dem Geldinstitut. „Vorher war alles weit auseinandergezogen, so ist das für die Besucher sicher auch vorteilhafter“, sagt er.

Skeptisch hingegen ist Kirmesgast Werner Voges. „Die Münsterstraße zwischen dem Platz Auf dem Schilde und dem Heimannplatz ist jetzt nicht mehr interessant“, sagt er und befürchtet, dass die Geschäfte darunter leiden könnten. „Nun gehen die Leute zehn Minuten lang einmal um die Kirmes herum und verlassen sie wieder.“ Für ihn war die Einbeziehung des Areals hinter dem Heimathaus eher eine gute Sache.

Eine weiterführende Einschätzung des Experiments kann es wohl erst geben, wenn das letzte Fahrgeschäft wieder abgebaut ist.



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