So., 05.08.2018

Über 1000 Gäste in der guten Stube Stemmert ist Italien

Volles Haus: Eine halbe Stunde nach dem Aufbau der Tische und Stühle war kein Platz mehr in der Innenstadt zu bekommen.

Volles Haus: Eine halbe Stunde nach dem Aufbau der Tische und Stühle war kein Platz mehr in der Innenstadt zu bekommen. Foto: Rainer Nix

burgsteinfurt - 

Eine Überraschung war es nicht. Exakt passend zur mediterranen Wetterlage füllte sich am Freitagabend Burgsteinfurts „gute Stube“, der historische Marktplatz, in Rekordzeit mit Gästen. Alle freuten sich auf den sechsten „Italienischen Abend“, präsentiert von der Werbegemeinschaft.

„In anderthalb Stunden stellten wir Tische und Bänke auf, in nur einer halben Stunde waren sie gefüllt“, sagte Organisator Oliver Tieck. Rund 800 Besucher fanden Platz, keine Sitzgelegenheit blieb ungenutzt. Auch die marktansässige Gastronomie darf zufrieden sein.

Schon in Zeiten des Wirtschaftswunders war Italien so etwas wie das gelobte Urlaubsland. Viele machten sich auf den Weg, um für wenige Wochen im Jahr so viel „Bella Italia“ wie möglich mitzuerleben. Vor sechs Jahren entschloss sich die Werbegemeinschaft, allen voran Tieck, italienisches Ambiente kurzerhand nach Stemmert zu holen. Seither ist dieses Event ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Über den Marktplatz waren grün-weiß-rote Fähnchen gespannt, es gab einen Oliven- und Flammkuchenstand, Antipasti und weitere kulinarische Köstlichkeiten aus dem Land, wo die Zitronen blühen. Der Abend wurde so italienisch wie er nur werden konnte. Perlender, fruchtiger Lambrusco und andere edle Weine waren ebenso im Ausschank wie italienisches Bier. Was konnte die Urlaubsstimmung besser anfachen?

„Wir kommen regelmäßig zu dieser Veranstaltung“, so eine Gruppe aus Horstmar, „sie ist für uns seit Jahren in jedem Sommer ein Highlight.“ Diesmal engagierte der Organisator ein musikalisches Duo, dessen Repertoire von Luciano Pavarotti bis hin zu Al Bano und Romina Power reichte: Massimo Grande und Anna Estera. Beim Kulthit „Felicita“ schnellten die Arme des Publikums sofort nach oben, um im Takt mitzuschwingen. Auch das neapolitanische Volkslied „Funiculí Funiculá“ sorgte für Stimmung. Es stammt aus dem Jahr 1880 und wurde anlässlich der Eröffnung der Standseilbahn auf dem Hang des Vesuvs komponiert. Während die Seilbahn den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 1944 nicht überlebte, ist das Lied ein Evergreen geblieben.

Nur wenige besuchten den Italienischen Abend allein, die meisten kamen von vornherein in Begleitung, am liebsten gleich mit einer ganzen Schar von Freunden und Bekannten. Insgesamt waren weit mehr als 1000 Besucher dort. Eine beachtliche Zahl, denn die Ferien haben längst begonnen. Mancher mag schon auf dem Weg in sein Urlaubs-Traumland sein, das im 21. Jahrhundert irgendwo auf dem Globus liegen mag. Italien ist jedoch nach wie vor eines der beliebtesten Ziele.



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