Mi., 08.08.2018

Waldbrand in der Metelener Heide Hitze von oben, Glut von unten

Hunderte Meter lang waren die Wasserleitungen, die die Kameraden bei Schweiß treibenden Temperaturen zur Brandbekämpfung zu legen hatten.

Hunderte Meter lang waren die Wasserleitungen, die die Kameraden bei Schweiß treibenden Temperaturen zur Brandbekämpfung zu legen hatten.

Burgsteinfurt/Metelen - 

Ein Waldbrand in der Metelener Heide an der Grenze der Bauerschaften Sellen und Naendorf hat am Dienstag die Feuerwehr in Atem gehalten. Gegen 14.30 Uhr erfolgte die Alarmierung mit dem Hinweis „Waldbrand groß“ auch der beiden Steinfurter Löschzüge. Insgesamt waren Kameraden von fünf Wehren – neben Steinfurt auch Metelen, Ochtrup und Wettringen – im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Von Ralph Schippers

In dem unzugänglichen Waldgebiet zwischen Kieferngrundsee und Bahnhof Metelen Land war es für die Wehren schwierig, zum Brandherd vorzudringen. Rund zwei Hektar Kiefern- und Fichtenwald standen in Flammen. Ein noch größeres Problem war die Heranschaffung von Löschwasser. Mit einer Wasserleitung über rund zwei Kilometer von einem Hydranten nahe dem Landschaftsbau Hundehege kamen die Kameraden nicht weit. Also wurde mittels Tankwagen – sei es durch benachbarte Wehren oder von privater Seite unter anderem vom Metelener Unternehmen Wisse – Wasser herbeigeschafft.

Schwierig gestaltete sich der Löscheinsatz selbst. Da in dem unübersichtlichen Gebiet nicht genau klar war, wie groß das betroffene Areal ist, wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt, der die Lage von oben sondierte. Teils unter Atemschutz ging es dann von mehreren Seiten in den Wald, um gegen die Flammen vorzugehen. Es dauerte trotzdem Stunden, bis die Situation entschärft war. Glutnester rückten die Kameraden mit Patschen zu Leibe. Teils fraß sich die Glut unter der Oberfläche der knochentrockenen Erde weiter vor. „Das Feuer kommt dann an anderer Stelle wieder hoch, das können Sie so schnell gar nicht sehen“, sagte ein Metelener Feuerwehrmann.

Für die im Einsatz befindlichen Kameraden war es bei Temperaturen um die 35 Grad ein äußerst anstrengender Einsatz. Hitze von oben und Glut von unten – gefühlt herrschten in der Heide noch viel höhere Temperaturen. Zur Brandursache wurde zunächst noch nichts bekannt. Die Polizei war vor Ort, um Ermittlungen aufzunehmen.



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