Do., 16.08.2018

Umgezogen Neues Domizil für das Blasorchester

Der Umzug hat die Verantwortlichen des Blasorchesters Laer und ihre Helfer gefordert. Zwar ist der Raum im Keller der Grundschule bereits geräumt, doch im neuen Domizil am Marienhospital gibt es noch einiges zu tun.

Der Umzug hat die Verantwortlichen des Blasorchesters Laer und ihre Helfer gefordert. Zwar ist der Raum im Keller der Grundschule bereits geräumt, doch im neuen Domizil am Marienhospital gibt es noch einiges zu tun.

Laer - 

Das Blasorchester Laer hat sein ehemaliges Domizil im Keller der Werner-Rolevinck-Grundschule nahe der Aula geräumt und verlassen. Die Musiker sind in Räume am Marienhospital umgezogen, in denen früher die Ergotherapie beziehungsweise die Hausmeisterwohnung untergebracht waren. Der Umzug war erforderlich, weil die Schule umgebaut wird.

Von Sabine Niestert

Entspanntere Ferien hätten sich die Verantwortlichen des Blasorchesters Laer gewünscht. Doch statt der wohl verdienten Sommerpause gab es Arbeit für den Vorstand. So mussten die Musiker jetzt ihren Raum nahe der Aula im Keller der Werner-Rolevinck-Schule räumen. „Den wollten wir eigentlich für unseren Musikunterricht nutzen, der nach den Sommerferien beginnt“, erklären die Verwaltungsvorsitzende Judith Bröker und die Geschäftsvorsitzende Sonja Treus. Sie bedauern, dass der vor Jahren vom Orchester eingerichtete Raum künftig dem Kulturforum der Musikschule Steinfurt zur Verfügung gestellt werden soll.

Natürlich hätten sie Verständnis dafür, dass die Raumsituation der Grundschule aufgrund des bevorstehenden Umbaus angespannt sei, aber die Alternative, die ihnen die Gemeinde angeboten hätte, sei leider „unzumutbar“.

So hätte es sich dabei um einen „modrig riechenden, schlecht belüfteten und heruntergekommenen Kellerraum ohne Tageslicht“ am andere Ende der Schule unter dem Altbau gehandelt. Nicht nur der Raum, sondern auch der Weg dorthin sei schlichtweg gruselig, erklären die beiden jungen Frauen, warum sie dort keinen Musikunterricht für Kinder und Jugendliche anbieten wollen.

Erschwerend hinzu käme das im bisherigen Vereinsraum hochwertige Kopiergeräte, Notenmaterial, Instrumente, Uniformen und sonstiges Equipment untergebracht gewesen seien, die wahrscheinlich der Feuchtigkeit und der Schimmelbildung zum Opfer fielen, geben Judith Bröker und Sonja Treus zu bedenken. Die beiden Frauen zeigen sich enttäuscht darüber, dass sie als ein ortsansässiger, gemeinnütziger Verein mit zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern für eine, im Zweckverband durch verschiedene Gemeinden mit jährlich hohen Summen bezuschusste Musikschule weichen müssen. Dieser müsste es im Gegensatz zum Blasorchester möglich sein, für die Dauer des Umbaus andere Räumlichkeiten anzumieten, meinen sie.

Dankbar sind die Verantwortlichen Pastor Andreas Ullrich, der sich bei den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung des Marienhospitals Laer dafür eingesetzt hat, dass das Orchester vorübergehend die Räumlichkeiten am Marienhospital nutzen kann, in denen früher die Ergotherapie beziehungsweise die Hausmeisterwohnung untergebracht waren. Diese richten sich die Musiker momentan ein. So haben sie schon einige Zeit damit verbracht, die Zimmer zu streichen und zu möblieren.

Während der Umzug bereits erfolgt ist, gibt es noch einiges für die Akteure zu tun. Vor dem Hintergrund, dass es sich beim neuen Standort auch nur um eine Übergangslösung handelt, da die Stiftung Marienhospital eine neue Nutzung für die Einrichtung anstrebt, sind die Verantwortlichen nicht sicher, wie sich diese Umstände auf die Motivation der Mitglieder auswirkt. Schließlich verlange der Umzug dem Verein nicht nur Geld, sondern von seinen Mitgliedern auch viel Arbeit und Einsatz zusätzlich zu den diversen Auftritten ab. Um so wichtiger ist es dem Vorstand, dass die Gemeinde Laer die Nebenkosten für die neuen Räumlichkeiten übernimmt, wie es der Bürgermeister Peter Maier versprochen habe. „Dafür ist allerdings noch ein Ratsbeschluss erforderlich“, erklärt Judith Bröker. Ihre Mitstreiter und sie hoffen, dass das Blasorchester den politischen Entscheidungsträgern die finanzielle Unterstützung wert ist. Immerhin bereichere man als lokaler Verein das kulturelle Leben in der Gemeinde und biete Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung vor Ort an. Dieses Angebot wolle man nach den Sommerferien durch die eigene musikalische Ausbildung sogar noch weiter ausbauen.



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