Fr., 24.08.2018

Eigene Initiative Wasser aus Hausbrunnen ist okay

Das Wasser schmeckt. Davon zeigen sich Hubertus Lengers, Karl-Heinz Hellenkamp und Ulrich Schulze Vowinkel (v.l.) überzeugt.

Das Wasser schmeckt. Davon zeigen sich Hubertus Lengers, Karl-Heinz Hellenkamp und Ulrich Schulze Vowinkel (v.l.) überzeugt. Foto: Nix

Laer - 

Der Landwirtschaftliche Ortsverein (LOV) Laer und Holthausen ging der Frage nach, wie es um die Qualität des Brauchwassers aus Hausbrunnen in den Außenbezirken bestellt ist. Das Ergebnis überzeugt. Ein unabhängiges Labor aus Recklinghausen testete kürzlich 19 von 120 Brunnen. Die Nitratwerte liegen weit unterhalb des erlaubten Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter.

Von Rainer Nix

Trinkwasserbelastung durch Nitrat ist ein Thema, das bereits länger von den Medien diskutiert wird. „Wo Landwirtschaft betrieben wird, ist deutschlandweit zu viel Nitrat im Grundwasser“, heißt es zum Beispiel auf der Internetseite des Umweltbundesamtes. Dafür, dass Leitungswasser trotzdem sicher ist, sorgen Deutschlands Wasserversorger.

„Die allermeisten Messergebnisse bewegen sich sogar im unteren einstelligen Bereich“, betont Ulrich Schulze Vowinkel, Zweiter Vorsitzender des LOV. „Wir möchten betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Untersuchung nehmen konnten und die Ergebnisse aussagekräftig sind“, fügt Schulze Vowinkel hinzu. Wer Wasser aus einem der Hausbrunnen von Gehöften oder Häusern im Außenbereich trinkt, kann also beruhigt sein.

Nitrat, eine organische Form von Stickstoff, kommt in den Ausscheidungen von Schweinen und Rindern, aber auch in Trockendünger vor. Mit der Ausbringung wird Pflanzenwachstum gefördert.

Generell ist jedoch nicht auszuschließen, dass Nitratanteile bis ins Grundwasser gelangen. „Das wollen wir natürlich auf keinen Fall“, betont LOV-Beisitzer Hubertus Lengers, „denn wir nehmen das Thema durchaus ernst“.

Rund um Laer und Holthausen kann jedenfalls Entwarnung gegeben werden. Die guten Ergebnisse hängen wohl mit den „schweren Böden“ zusammen, die hier vorherrschen, heißt es seitens des LOV.

„Natürlich werden im Auftrag des Gesundheitsamtes sämtliche Brauchwasserbrunnen regelmäßig beprobt“, erklärt Ortslandwirt Karl-Heinz Hellenkamp. Auch in diesem Jahr steht die Überprüfung wieder auf dem Programm. Dazu beauftragt das Kreisgesundheitsamt ein unabhängiges Labor. „Auf Grund der allgemeinen Diskussion wollten wir jedoch nicht das ganze Jahr auf Daten warten“, erläutert Lengers. So bat der LOV darum, das Wasser einer repräsentativen Auswahl von Brunnen bereits im ersten Quartal des Jahres zu testen. „Die bereitwilligen Kandidaten waren rund um beide Ortsteile verteilt, um die gleichmäßige Abdeckung aller Bereiche zu gewährleisten“, sagt Lengers, „und das hat super funktioniert“.



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