Di., 28.08.2018

Atair muss für neue Logistik nach Wettringen ausweichen Steinfurt ist dicht

 Sieht gut aus, hat aber einen Haken: Die rund 65 000 Quadratmeter große Fläche unmittelbar neben der B 54 ist planungsrechtlich noch nicht in trockenen Tüchern.Sieht gut aus, hat aber einen Haken: Die fast 65 000 Quadratmeter große Fläche im Gewerbegebiet Wilmsberg Süd steht vorläufig nur im Flächennutzungsplan.

 Sieht gut aus, hat aber einen Haken: Die rund 65 000 Quadratmeter große Fläche unmittelbar neben der B 54 ist planungsrechtlich noch nicht in trockenen Tüchern.Sieht gut aus, hat aber einen Haken: Die fast 65 000 Quadratmeter große Fläche im Gewerbegebiet Wilmsberg Süd steht vorläufig nur im Flächennutzungsplan. Foto: Jürgen Christ

Borghorst - 

„Das kann ich mit einem Wort beantworten: Unsinn“, sagt Atair-Geschäftsführer Reiner Baumbach über das Gerücht, der Socken- und Strumpfhersteller würde sich aus Borghorst in Richtung Wettringen verabschieden.

Von Bernd Schäfer

Der Standort am Wilmsberger Weg bleibe auch weiterhin als Zentrale der weltweiten Tätigkeiten bestehen.

Ganz falsch ist das „Wettringen“-Gerücht allerdings auch nicht: Dort entsteht gerade ein zusätzlicher Logistik-Standort, an dem ab Frühjahr kommenden Jahres bis zu 20 Atair-Mitarbeiter arbeiten sollen.

„Eigentlich hätten wir lieber in Steinfurt gebaut“, bedauert Reiner Baumbach die Aufteilung auf zwei Orte. Aber: Hier habe es keine Flächen gegeben. „Optimal wäre das Gewerbegebiet Wilmsberg Süd gewesen“, sagt der Geschäftsführer. Dort, zwischen B 54, Gözze und der ehemaligen Bleicherei weist die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite immerhin fast 65 000 Quadratmeter für eine gewerbliche Nutzung aus.

Die haben allerdings einen gewaltigen Haken: Sie befinden sich ebenso wie ein 2,4 Hektar großes Grundstück an der benachbarten Färbereistraße, das ebenfalls auf der Internetseite als „freie Gewerbefläche“ angepriesen wird, gar nicht im Besitz der Stadt. Sondern gehören einem Landwirt. Und seien laut der Ersten Beigeordneten Maria Lindemann planungsrechtlich noch längst nicht so weit, tatsächlich genutzt werden zu können – deshalb sollen sie umgehend wieder aus dem städtischen Internetauftritt verschwinden.

„Wir haben in Steinfurt leider keine so großen Flächen zur Verfügung“, sagt Maria Lindemann über den Wunsch der Firma Atair, rund 17 000 Quadratmeter zu kaufen. Es habe auch schon Anfragen anderer Logistiker gegeben – die ebenfalls leider abgelehnt werden mussten, da weder Grundstücke geschweige denn Ausgleichsflächen zur Verfügung stünden. „Schade, dass es die Gemeinde nicht schafft, Flächen zur Verfügung zu stellen“, findet Reiner Baumbach. Das sei in anderen Orten anders: Eine Anfrage über die Wirtschaftsförderung des Kreises habe Angebote von gleich mehreren Gemeinden gegeben, die um eine Ansiedlung des Steinfurter Unternehmens geworben hätten.



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