Di., 04.09.2018

Nach umfangreicher Erneuerung Bagno-Elysium wieder komplett

Bauhofmitarbeiter Robert Ahlers (l.) unterstützte Heinrich von den Driesch bei der Figuren-Aufstellung.

Bauhofmitarbeiter Robert Ahlers (l.) unterstützte Heinrich von den Driesch bei der Figuren-Aufstellung. Foto: s

Burgsteinfurt - 

Das zwölfteilige Elysium auf dem Platz vor der Bagno-Konzertgalerie ist seit Montag wieder vollständig: Zusammen mit zwei Mitarbeitern des städtischen Baubetriebshofs hat Künstler Heinrich von den Driesch dort die beim Frühjahrstermin noch ausgesparten Figuren des „Apoll“, der beiden „Musen“ sowie, ebenfalls in Doppelausführung, die „fliehenden Nymphen“ aufgestellt.

Von Ralph Schippers

„Alle Komponenten der Figureninstallation sind damit einmal vollständig erneuert worden“, sagt der 76-jährige Burgsteinfurter – nicht ohne Stolz.

Das Elysium ist so etwas wie ein Lebenswerk für den pensionierten Kunstpädagogen und Mitglied der Künstlerorganisation „Welbergener Kreis“. Seit 2011 zieren seine Holzfiguren, die der griechischen Mythologie entstammen, das Bagno. Und von Beginn an zogen sie die Blicke der Besucher auf sich.

Doch das farbenprächtige Kabinett hat auch seinen Preis: Viele Stunden verbrachte und verbringt der Künstler mit dem Erhalt desselben – mit zunehmenden Erkenntnisgewinn: „Früher habe ich einfache Spanplatten für die Herstellung benutzt, heute verwende ich ausschließlich die haltbarere Multiplex-Variante“, erzählt von den Driesch.

Überhaupt Haltbarkeit: Nicht nur das Experimentieren mit dem Grundstoff Holz, sondern auch mit verschiedenen Lacken zur dauerhaften Versiegelung der Figuren gehört für ihn dazu. Wind und Wetter setzen den Kunstwerken, die ungeschützt im Freien stehen, natürlich trotzdem zu. Von den Driesch hält dagegen – seine Motivation ist der Zuspruch und die Anerkennung, die er von vielfacher Seite für sein künstlerisches Wirken bekommt.

Auch nach dem bald bevorstehenden Auszug aus seinem Atelier in der ehemaligen Tabakfabrik Rotmann will der Künstler weitermachen. „Ich werde mich wohl etwas verkleinern“, kündigt er an. Indes: Er ist auf der Suche nach einem Lagerraum für seine Werke. Er sucht nichts Anspruchsvolles. Doch hoch sollte der Raum schon sein und zentral gelegen – wie jetzt Rotmanns Fabrik.



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