Mi., 05.09.2018

Schulentwicklungsplanung in Burgsteinfurt Uhr tickt für Willibrordschule

In Burgsteinfurt soll die Willibrordschule mittelfristig aufgegeben werden.

In Burgsteinfurt soll die Willibrordschule mittelfristig aufgegeben werden. Foto: rs

Burgsteinfurt - 

Im Stadtteil Burgsteinfurt wird es mittelfristig eine Grundschule weniger als heute geben: Ohne Gegenstimme hat der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport in seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für die Zusammenlegung der bislang als Verbund geführten Graf-Ludwig- und Willibrordschule am Standort der Graf-Ludwig-Schule zu erarbeiten und entsprechende Mittel in den Haushalt einzuplanen.

Von Ralph Schippers

Die Erste Beigeordnete Maria Lindemann und Peter Borowiak, Fachdienstleiter im Rathaus für die Bereiche Bildung, Jugend und Sport, hatten zuvor deutlich gemacht, warum sie die Konzentration für sinnvoll erachten. Hintergrund ist demnach neben allgemein steigenden Schülerzahlen vor allem auch die zu erwartende steigende Nachfrage nach Plätzen im Offenen Ganztag. Zudem entsprächen die Gebäude nicht mehr den Anforderungen, die an einen modernen Unterricht gestellt werden, wie Maria Lindemann betonte.

Da an der Willibrordschule die Möglichkeiten einer Erweiterung aufgrund des relativ knappen Areals nur sehr beschränkt seien, sei es vorteilhaft, die Erweiterung für Unterricht und OGS an der Graf-Ludwig-Schule vorzunehmen, favorisierte Fachdienstleiter Borowiak auch aus wirtschaftlicher Sicht diese Variante. Wie Maria Lindemann ergänzte, soll die Willibrordschule mittelfristig aufgegeben werden. Überlegungen, was mit dem Gebäude geschehen soll, gebe es derzeit noch nicht, sagte sie auf Nachfrage.

Im Ausschuss gab es viel Lob für die „frühzeitige Herangehensweise“ an das Thema, wie Gebhard Niehus für die GAL erklärte. Ebenso wichtig sei es jedoch, die Eltern frühzeitig in die Umstrukturierung mit einzubinden“, mahnte Dr. Reinhold Dankel (FWS). Dieter Chilla (CDU) wies auf die katholische Ausrichtung der Willibrordschule und damit auf die Mitnahme des Bistums bzw. der Kirchengemeinde St. Nikomedes hin. „Wir sind auch mit Pfarrer Dördelmann im Gespräch“, erklärte dazu die Beigeordnete. Allerdings habe die Kirche rein rechtlich gesehen keine Einflussmöglichkeit auf die Schulentwicklung.

Als Zeitpunkt für den Beginn der Baumaßnahmen hat die Verwaltung das Schuljahr 2023/24 im Visier. Dazu sollen ab 2019 Mittel aus der Schulpauschale in den Haushalt eingestellt werden. „Priorität in Burgsteinfurt genießt zunächst die Feuerwache“, so Lindemann abschließend.



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