Fr., 07.09.2018

Ein wahres Vorzeige-Projekt „Visitenkarte“ für die Klappstadt

Gerne nahmen die verantwortlichen Akteure und ihre besonderen Festgäste auf den stabilen Bänke in der neuen Schützhütte Platz. Diese ist in kürzester Zeit in kompletter Eigenleistung entstanden.

Gerne nahmen die verantwortlichen Akteure und ihre besonderen Festgäste auf den stabilen Bänke in der neuen Schützhütte Platz. Diese ist in kürzester Zeit in kompletter Eigenleistung entstanden. Foto: fn

Horstmar-Leer - 

Innerhalb kürzester Zeit und komplett in Eigenleistung ist die neue Schützhütte in der Bauerschaft Haltern entstanden. Dies ist dem freiwilligen Einsatz der Nachbarn zu verdanken, die sich ehrenamtlich für das Projekt einsetzten. Auf einem stabilen Eichenbrett ist „Klappstadts Hütte“ zu lesen. Diese Lettern weisen darauf hin, dass die Bewohner der Klappstadt, so genannt nach einer Eintragung in einem amtlichen Dokument aus dem Jahre 1729, vor Ort tätig geworden sind. Sie, und das sind zehn Familien, haben an der Kreisstraße nach Metelen in der scharfen Kurve beim Gehöft Langenhorst, wo auch der Weg in die Drosten Tannen abzweigt, dieses „Schmuckstück“ errichtet.

Von Franz Neugebauer

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung, zu der auch die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, Landrat Dr. Klaus Effing und Bürgermeister Robert Wenking sowie der Leerer CDU-Vorsitzende Ludger Hummert gehörten, wurde jetzt die Wetterschutzhütte in der Bauerschaft Haltern eingeweiht.

Auf einem stabilen Eichenbrett ist „Klappstadts Hütte“ zu lesen. Diese Lettern weisen darauf hin, dass die Bewohner der Klappstadt, so genannt nach einer Eintragung in einem amtlichen Dokument aus dem Jahre 1729, vor Ort tätig geworden sind. Sie, und das sind zehn Familien, haben an der Kreisstraße nach Metelen in der scharfen Kurve beim Gehöft Langenhorst, wo auch der Weg in die Drosten Tannen abzweigt, dieses „Schmuckstück“ errichtet.

„Wir wollen hier beten für die, die vorbeifahren, für die, die rasten und sich ausruhen möchten und für die, die mitgebaut haben und auch für die, die sich hier ganz zufällig treffen und miteinander ins Gespräch kommen“, baten Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker bei der Einweihung um Gottes Segen. Als Geschenk hatten sie ein Holzkreuz mitgebracht.

Als der bisherige Wetterschutzpilz aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste, wurden die Nachbarn aktiv. Eine Anfrage beim Kreises Steinfurt ergab allerdings, dass der Bau einer Schutzhütte durch das Kreisstraßenbauamt nicht möglich ist. Es gäbe aber die Möglichkeit, das Grundstück zu erwerben und dann selbst eine Schutzhütte zu errichten.

Daraufhin sprachen die Akteure das Kreistagsmitglied Andreas Schulte an, der zunächst die Besitzverhältnisse über den Kreis Steinfurt klärte und den Kontakt mit der Stadt Horstmar herstellte. Feuer und Flamme war die Nachbarschaft für dieses Vorhaben. Deswegen sagte sie spontan die Eigenleistung zu. Bereits Ende Mai setzten die fleißigen Helfer die erste Maßnahme durch.

Bis heute investierten sie 500 Arbeitsstunden – keine davon wurde bezahlt – in das Projekt. Planungskosten, Absprachen, Koordinationsgespräche Beschaffungsfahrten und andere Zeiten sind dabei nicht erfasst worden, weil sie ebenfalls ehrenamtlich geleistet wurden.

Materialien, wie beispielsweise Pflastersteine und Dachpfannen wurden aus Beständen zur Verfügung gestellt wurden. Auch Maschinen und Geräte standen kostenlos zur Verfügung. Selbst Freunde halfen den Akteuren mit. Dabei ist besonders der Einsatz von Heinz Ernsting, der aus Metelen kommt. Er stellte seine Fähigkeiten als Maurer zur Verfügung.

Theo Kajüter spendete das Eichenholz für die Möbel. Bernhard Gerdes stellte eine Steinschneidmaschine für die Klinkersteine zur Verfügung. Heinz Blömer stiftete Recyclingschotter. Andreas Schulte opferte Teile seines Urlaubs, um Sitzbänke und den massiven Tisch zu erstellen.

Für Landrat Dr. Klaus Effing grenzte es an ein Wunder, dass die Schutzhütte nach so kurzer Zeit steht. Schließlich habe es die ersten Überlegungen für ihren Bau erst im März gegeben. Der Besucher hatte einen Scheck über 5000 Euro dabei. Die Kreditinstitute vor Ort beteiligten sich mit je 1000 Euro an dem Vorzeige-Projekt. Die CDU Leer sorgte mit einem Beitrag für flüssige Nahrung.

„Wenn die Halterner etwas in die Hand nehmen, klappt es“, betonte Bürgermeister Robert Wenking. Als Beispiele verwies er auf den Bau der Radwege und die Unterhaltung von Bavings Kapelle. „Die Wetterschutzhütte ist eine Visitenkarte der Bauerschaft“, fügte er hinzu.



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