Fr., 07.09.2018

Landwirte nehmen Verwaltungsspitze mit auf die „Landratstour“ Von lichtdurchfluteten Schweineställen zu blühenden Ackerrandstreifen

Im Verlauf der „Landratstour“ haben die Vertreter der Landwirtschaft Kreisverwaltungschef Dr. Klaus Effing und seine Spitzenbeamten unter anderem auf die Höfe Möllers, Löcken und zum Altenrheiner Bruchgraben geführt. Bei Möllers in Riesenbeck gab es Einblicke, wie Schweine in einem Tierwohl-Stall gehalten werden.     

Im Verlauf der „Landratstour“ haben die Vertreter der Landwirtschaft Kreisverwaltungschef Dr. Klaus Effing und seine Spitzenbeamten unter anderem auf die Höfe Möllers, Löcken und zum Altenrheiner Bruchgraben geführt. Bei Möllers in Riesenbeck gab es Einblicke, wie Schweine in einem Tierwohl-Stall gehalten werden.      Foto: Marlies Grüter

Kreis Steinfurt - 

Viel Licht aus großen Panoramafenstern fällt in die Tierwohlställe. „Unsere Schweine genießen den Blick auf den Teutoburger Wald“, scherzten Johannes und Franz-Josef Möllers, während sie Landrat Dr. Klaus Effing, Kreisveterinär Dr. Christoph Brundiers, Dr. Rolf Winters (Sachgebietsleiter Immissionsschutz), Lorenz Rustige (Leiter des Bauamtes), Heiner Bücker (Leiter des Umwelt- und Planungsamtes) sowie den Vertretern des WLV-Kreisverbandes und der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer die Philosophie der nach Tierwohlkriterien gestalteten Stallung erklären.

Da haben sie große Augen gemacht, die Schweine der Familie Möllers in Riesenbeck. Gleich ein Dutzend Besucher hatte sich jetzt für ihre, nach neuesten Standards geplanten Großgruppenbuchten interessiert. Viel Licht aus großen Panoramafenstern fällt in die Tierwohlställe. „Unsere Schweine genießen den Blick auf den Teutoburger Wald“, scherzten Johannes und Franz-Josef Möllers, während sie Landrat Dr. Klaus Effing, Kreisveterinär Dr. Christoph Brundiers, Dr. Rolf Winters (Sachgebietsleiter Immissionsschutz), Lorenz Rustige (Leiter des Bauamtes), Heiner Bücker (Leiter des Umwelt- und Planungsamtes) sowie den Vertretern des WLV-Kreisverbandes und der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer die Philosophie der nach Tierwohlkriterien gestalteten Stallung erklären. Geplant ist, demnächst auch einen Bereich für den Außenstall herzurichten. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, neue Wege zu gehen“, so Betriebsleiter Johannes Möllers.

Um seinen Betrieb breit aufzustellen, hat sich der Landwirt neben Tierhaltung und Ackerbau auch außerlandwirtschaftlich engagiert. Die Familie betreibt eine Schiffstankstelle für die Binnenschifffahrt sowie eine Pferdepensionshaltung in Verbindung mit Ferienwohnungen.

Auf weitere Standbeine setzt auch der Milchviehbetrieb Löcken in Dreierwalde, den die Gruppe im Verlauf der jährlichen landwirtschaftlichen „Landratstour“ anschließend angesteuert hat. Patrick Löcken, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes, stellte den Besuchern die „Milchtankstelle“ auf der Hofstelle der Familie mitten im Ort vor. „Wir sind in die Direktvermarktung eingestiegen und haben unser Sortiment schon deutlich erweitert. Jetzt haben wir auch mit der Käseproduktion begonnen“, berichteten Patrik und Ewald Löcken. Wie lecker eine gut gekühlte Erdbeermilch und kleine Käsehäppchen direkt vom Erzeuger schmecken, davon haben sich die Besucher gerne überzeugt.

Der WLV-Kreisverbandsvorsitzende Albert Rohlmann und seine beiden Stellvertreter Carsten Spieker und Benedikt Langemeyer sowie Kreisgeschäftsführer Franz-Georg Koers standen dem Landrat und den Abteilungsleitern der Kreisverwaltung Rede und Antwort. Wie wirken sich Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen auf die Ernte aus? Welche Fragen bewegen die Bauernfamilien? Während der Fahrt ist Gelegenheit für vertiefende Gespräche.

Der Bus stoppte dann am Altenrheiner Bruchgraben. Auch dort werden mit Unterstützung des WLV und gefördert vom Kreis Steinfurt die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Vorbei ging es an Blühstreifen, die die Landwirte im Kreis auf über 50 Hektar Fläche freiwillig angelegt haben. „Das hat die Landwirtschaft wirklich hervorragend gemacht“, lobt Effing und erklärt am Ende der Tour im Saerbecker Bioenergiepark: „Das waren für mich und meine Mitarbeiter wirklich gut investierte Stunden.“



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