Eichenprozessionsspinner-Plage
Vorbeugen ist besser als saugen

Steinfurt -

Während der Nachwuchs in den Eiern dem Schlüpfen im Mai entgegenschlummert, macht sich Johannes Schencking mit seinen Kollegen in den umliegenden Ordnungsämtern Gedanken, wie der Überfall der Eichenprozessionsspinner im kommenden Jahr möglichst schon im Keim erstickt werden kann. „Wir konnten in diesem Sommer nur reagieren, sind wir doch von dem Problem regelrecht überrollt worden“, räumt der Fachdienstleiter im städtischen Rathaus ein. Darum hat es jetzt im Kreishaus eine Zusammenkunft mit den Kollegen aus der Nachbarschaft gegeben.

Freitag, 16.11.2018, 15:30 Uhr
Der Eichenprozessionsspinner wurde im Sommer auch in Steinfurt zu einer echten Plage. Dazu soll es im nächsten Jahr erst gar nicht mehr kommen.
Der Eichenprozessionsspinner wurde im Sommer auch in Steinfurt zu einer echten Plage. Dazu soll es im nächsten Jahr erst gar nicht mehr kommen. Foto: dpa

Ergebnis: Eine Arbeitsgruppe, die sich schon im Dezember das erste Mal trifft, soll mit Experten Möglichkeiten zur Eindämmung der Plage erarbeiten.

Johannes Schencking: „Es gibt da die unterschiedlichsten Ansätze.“ Die reichten von speziellen Bazillen, die auf den Falter abgestimmt seien, bis hin zu Hubschraubereinsätzen. „Die Frage ist einfach nur, was für uns Sinn macht“, so der Fachdienstleiter.

In diesem Sommer, begünstigt durch die warme Witterung, hat der Falter im ganzen Stadtgebiet seine klebrigen Nester verteilt. Folge: Die auf die Beseitigung spezialisierten Firmen kamen mit der Abarbeitung der Aufträge gar nicht mehr hinterher, schließlich erging es anderen Städten nicht besser als Steinfurt.

So griff die Stadt zur „Selbstjustiz“: Vier Mitarbeiter des Bauhofs wurden von Experten für die Nestbeseitigung ausgebildet, persönliche Schutzausrüstung wurde genauso angeschafft wie ein spezieller Industriestaubsauger, mit dem die Nester mit den gefährlichen Brennhaaren der Raupen aus den Bäumen gefahrlos entfernt werden können.

Johannes Schencking hofft, dass die Stadt schon in kommenden Frühjahr „rein prophylaktisch“ tätig werden kann, damit ein weiteres Ausbreiten des Schädlings verhindert wird. „Andere Kreise sind da schon viel weiter“, weiß der Fachdienstleiter.

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