Innenstadt-Konzepte für Burgsteinfurt und Borghorst
„Mit der großen Brille drübergucken“

Burgsteinfurt -

Wunder kann Hans Schröder nicht versprechen. Ein Konzept soll es werden, das dazu beitragen soll, den Burgsteinfurter Marktplatz zu beleben. „Gastronomie und Einzelhandel sollen davon profitieren“, so der Technische Beigeordnete der Stadt gegenüber dieser Zeitung. Wie die CDU-Fraktion in einem Pressetext schreibt, hat dazu ein erster Ortstermin stattgefunden.

Dienstag, 20.11.2018, 16:04 Uhr aktualisiert: 20.11.2018, 16:30 Uhr
Norbert Kerkhoff, Hans Schröder und Rolf Diekmann trafen sich unlängst zu einem Ortstermin in der Burgsteinfurter Innenstadt.
Norbert Kerkhoff, Hans Schröder und Rolf Diekmann trafen sich unlängst zu einem Ortstermin in der Burgsteinfurter Innenstadt.

Konkret soll es Anfang des Jahres werden, erläutert Schröder. „Dann werden wir mit der großen Brille drübergucken.“ Ihm ist es wichtig, keine riesigen Erwartungen zu wecken sowie die Geschäftsleute miteinzubinden. „Das alles muss man ganz behutsam kommunizieren“, sagt der Baudezernent.

Das Problem der schrumpfenden Attraktivität der Innenstädte ist seit langem bekannt. Aktueller Anlass für die CDU, sich noch einmal intensiver mit der Thematik zu befassen, war jetzt die Schließung des Schuhgeschäftes Franke zum Jahresende.

Ziel der Maßnahmen müsse es sein, die Aufenthaltsqualität in der guten Stube Burgsteinfurts zu verbessern, waren sich Norbert Kerkhoff als Fraktionsvorsitzender und Rolf Diekmann, Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses, mit dem Technischen Beigeordneten einig.

Helfen kann dabei ein Blick über den Gartenzaun, in diesem Fall ins Nachbarland Holland. „Die Niederländer waren von der Wirtschaftskrise Anfang der 2000er Jahre besonders stark betroffen“, weiß Hans Schröder. Da sei einiges ausprobiert worden, um neues Leben in die Innenstädte zu bekommen. Der Baudezernent berichtet von einem Netzwerktreffen deutscher und niederländischer Städte in Enschede, wo sich eine Arbeitsgruppe Kleinstädte über Maßnahmen zur Belegung ausgetauscht habe. Durch ihr konzeptionelles Vorgehen hätten einige Kommunen Einzelhandel und Gastronomie positiv entwickeln können.

Am Anfang soll für die Burgsteinfurter City eine Bestandsaufnahme stehen, beschreibt Schröder das geplante Vorgehen.

Ihm ist klar, dass die Herausforderungen für die Borghorster Fußgängerzone noch viel größer sind. Dort erhofft sich Hans Schröder nicht nur durch das in Angriff genommene ISEK, das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, neue Impulse für Münster- und Emsdettener Straße. Auch die Überlegungen, die Planungen für das Weberquartier auf bauliche Vorhaben in der City abzustimmen, könnten wirtschaftlich belebende Effekte haben. Wie das alles genau aussehen könnte? Hans Schröder: „Dazu jetzt etwas zu sagen, ist noch zu früh.“

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