Gedenktag mit Jubilarehrungen
Kolpings Botschaft ist immer noch aktuell

Borghorst -

Die Kolpingsfamilie Borghorst hat ein weiteres Mal die Leistungen des gelernten Schuhmachers, Sozialreformers, Priesters und Publizisten Adolph Kolping in den Mittelpunkt ihres Kolpinggedenktag gestellt. Pfarrer Wilfried Küppers erinnerte an den „Gesellenvater“, der den jungen Handwerkern in einer schwierigen Zeit Hoffnung und Heimat geschenkt hat.

Sonntag, 09.12.2018, 16:54 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 16:12 Uhr
Die Jubilare Franz Timmermann und Bernhard Heisler, 65 beziehungsweise 50 Jahre Mitglied der Kolpingsfamilie, erhielten vom Vorstand die Ehrenurkunden und ein kleines Präsent.
Die Jubilare Franz Timmermann und Bernhard Heisler, 65 beziehungsweise 50 Jahre Mitglied der Kolpingsfamilie, erhielten vom Vorstand die Ehrenurkunden und ein kleines Präsent. Foto: Kamer

Die Kolpingsfamilie Borghorst hat ein weiteres Mal die Leistungen des gelernten Schuhmachers, Sozialreformers, Priesters und Publizisten Adolph Kolping in den Mittelpunkt ihres Kolpinggedenktag gestellt. Pfarrer Wilfried Küppers erinnerte an den „Gesellenvater“, der den jungen Handwerkern in einer schwierigen Zeit Hoffnung und Heimat geschenkt hat. Er rief dazu auf, wie Kolping Licht zu den Menschen zu bringen, die Hilfe gebrauchen. Reinhard Huesmann ergänzte in einem Gebet: „Kolpings Anliegen war es, Arbeit, Familie und Gesellschaft im Licht unseres Glaubens zu verstehen. Gegenseitige Hilfe in Gemeinschaft verstand er als die Erfüllung christlicher Nächstenliebe“. Deshalb wolle man im internationalen Kolpingwerk heute mitwirken, Armut, Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit zu überwinden.

Nach dem Gottesdienst haben sich die Mitglieder zur einer kleinen Feier in der Familienbildungsstätte getroffen. Im Mittelpunkt dort stand die Jubilarehrung: Franz Timmermann ist dem Werk Kolpings 65 Jahre treu geblieben. Er wurde als frisch gebackener Schneidergeselle in den damaligen Gesellenverein aufgenommen und erlebte nach dem Krieg die rasante Entwicklung der Gemeinschaft, in der man sich wöchentlich im Gesellenzimmer der Gaststätte Bürse Grautmann traf. Die berufliche und politische Bildung, mit vielen Exkursionen, standen im Vordergrund. Unvergesslich sind für den Jubilar die Feiern im Vereinslokal sowie der „Gute Montag“ mit der Handwerkerinnung in der Karnevalszeit.

Vor 50 Jahren wurde Bernhard Heisler in die Kolpingsfamilie aufgenommen. Er leitete den Verein viele Jahre als Vorsitzender und gehörte zu den ersten Mitgliedern einer Jungkolpinggruppe, die damals gegründet wurde und bald über 70 Mitglieder hatte. Mit einer neuen Mädchengruppe kamen damals die ersten Frauen in die Gemeinschaft. Die Jubilare Friedrich Sieveneck und Heinz Weßling, die ebenfalls zu dieser Jungkolpinggruppe gehörten, konnten nicht an der Feierstunde teilnehmen

Begrüßt wurde, dass die Verantwortlichen im Diözesanverband Münster in ihrem Grußwort zum Kolpinggedenktag 2019 versprechen, im Laufe der kommenden zweieinhalb Jahre alle 250 Kolpingsfamilien zu besuchen. Um das Miteinander zu stärken und Neues im Blick zu nehmen, plant der Verband im Oktober eine Fahrt nach Israel.

Wer nicht so weit fahren möchte, kann sich am 30. Juni, im Rahmen von „160 Jahre Diözesanverband Münster“, mal wieder auf den Weg in die Kolpingstadt Köln machen.

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