Gebührenhaushalt
Politik gibt grünes Licht für Abgaben-Anpassungen

Steinfurt -

Neben den Kosten für die Müllabfuhr (wir berichteten) waren in der Haushaltssitzung des Hauptausschusses auch die Gebühren für Abwasser, Bestattungswesen und Straßenreinigung Thema. In allen drei Punkten war das Abstimmungsergebnis einstimmig.

Mittwoch, 12.12.2018, 16:54 Uhr

Zudem gab es ein Lob für die Verwaltung. „Die Erklärungen sind nachvollziehbar und gut dargestellt“, sagte FWS-Fraktionschef Dr. Reinhold Dankel zur Vorlage Entwässerungssatzung. Für die Haushalte indes ist deren Inhalt nur teilweise erfreulich: Die Niederschlagsgebühr wird zwar im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 0,42 Euro je Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche gehalten. Für das Schmutzwasser kommen auf die Haushalte indes Mehrkosten zu: Aufgrund steigender Unterhaltungs- und Betriebskosten im Klärwerk und den Netzen wird die Abwassergebühr ab dem kommenden Jahr um 0,10 Euro je Kubikmeter angehoben. Für einen Vier-Personen-Musterhaushalt mit 160 Kubikmeter Frischwasserbezug bedeutet das eine jährliche Mehrbelastung um 16 Euro oder 3,9 Prozent.

Aufgrund der sich verändernden Bestattungskultur hin zu mehr Urnengräbern und der damit verbundenen höheren Bewirtschaftungskosten steigen auch die Friedhofsgebühren – um 3,3 Prozent. Inwieweit die vom Seniorenbeirat angeregte und derzeit von der Verwaltung geprüfte Bereitstellung von Urnenstelen Einfluss auf die Kostenentwicklung hat, müsse abgewartet werden, erklärte Kämmerer Andreas Meyer. 2017 schloss die Kalkulation mit einem Defizit von rund 38 000 Euro ab.

Bleibt die Gebührenkalkulation für die Straßenreinigung: Dem Verwaltungsvorschlag, sie für den Bereich der Anliegerstraßen um rund 1,5 Prozent zu senken und sie für Geschäftsstraßen um zwei Prozent anzuheben, folgte der Hauptausschuss ohne weitere große Diskussion.

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