Weihnachtsvorlesung der FH
Adventsfeier mit Knalleffekt

Burgsteinfurt -

Sie ist so etwas wie die interne Weihnachtsfeier auf dem Campus Steinfurt der FH: Die Adventsvorlesung, die schon im fünften Jahr von Lehrenden des Fachbereiches Energie – Gebäude – Umwelt immer kurz vor dem Fest organisiert wird. Vornehmlich gedacht ist sie für Erstsemester. Aber auch reifere Studis und sonstige Interessierte sind eingeladen.

Montag, 17.12.2018, 16:30 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 15:58 Uhr
Weihnachtsvorlesung der FH: Adventsfeier mit Knalleffekt
Foto: rs

Die „chemischen Leucht- und Knalleffekte“ haben es in sich: Den Studierenden der Fachhochschule reicht zwar der Hinweis von Dozent Georg Schumacher „Halten Sie ihren Mund offen, um einen schnellen Druckausgleich herbeizuführen“. Sie haben an den Verpuffungen, Explosionen und Knalleffekten ihren Spaß. Nicht so Zoe. Die Sechsjährige ist am Montag die mit Abstand Jüngste bei der Adventsvorlesung, die schon im fünften Jahr von Lehrenden des Fachbereiches Energie – Gebäude – Umwelt immer kurz vor dem Fest organisiert wird. Sie ist so etwas wie die interne Weihnachtsfeier auf dem Campus Steinfurt. Vornehmlich gedacht für die Erstsemester, aber auch für reifere Studis und sonstige Interessierte.

Zu letzteren Gruppe gehört Zoe. Sie ist mit ihrer Mutter Melanie gekommen. Die ist Studentin am Fachbereich und hat den Nachwuchs schon des Öfteren mit in eine Vorlesung genommen. „In die von Prof. Grüning“, sagt die Sechsjährige, noch immer etwas irritiert von der Schumacherschen Knallerei.

Der Hauptorganisator gibt Mutter und Kind fortan einen kurzen Wink, wenn die gezeigten Experimente laut oder mit viel Feuer verbunden sind. Und dank dieser Marschroute hat die „Jungstudentin“ dann doch noch ihren Spaß an der Veranstaltung.

Die dauert gut zwei Stunden und verfolgt, so macht Grüning gleich zu Beginn deutlich, nicht ausschließlich das Ziel der Unterhaltung. „Es geht natürlich auch um den Lerneffekt“, spricht‘s und erklärt zum Beispiel, warum seine Stimme plötzlich wie die von Mickey Maus klingt, wenn er Helium einatmet oder warum man Tischtennisbälle zum Schweben bringen kann, wenn man sie über einen Strohhalm positioniert und anschließend kräftig hindurchpustet. Keine Frage: Die Tricks, bei denen er das Auditorium immer gerne – aktiv wie passiv – mit einbezieht, kommen super an.

Zum Nachdenken über eigene Verhaltensweisen und über das Leben allgemein regt dagegen Christof Wetter an. Der Professor demonstriert beispielsweise, wie sich der immense Ressourcenverbrauch von Papiertüchern reduzieren lässt oder philosophiert über die wichtigen und weniger wichtigen Dinge des Lebens, indem er einen Glasbehälter mit Tennisbällen oder Sand füllt.

Wissenschaftlicher wird es, als Prof. Hans-Detlef Römermann und Prof. Isabelle Franzen-Reuter Grundlagen der Materialkunde und Chemie-Tricks zum Besten geben. Dabei glänzen die Studierenden mit schon ausgeprägtem Fachwissen.

Zum Schluss wird es besinnlich: Prof. Wetter greift zur Gitarre und stimmt mit „In der Weihnachtsbäckerei“ ein Weihnachtslied an. Und spätestens an dieser Stelle lacht dann auch die jüngste „Studentin“ im Saal aus vollem Herzen.

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