Künstler Andro Shaya
Bunt und experimentell

Borghorst -

Andro Shaya mag es bunt. Der Bleistift kommt bei dem 24-Jährigen nur beim schnellen Vorzeichnen zum Einsatz. „Der Rest passiert dann einfach so beim Malen“, sagt der junge Künstler. Was daraus wird, wenn es „einfach so“ passiert ist auf der Leinwand, das zeigt Andro Shaya noch bis zum Jahresende in der Galerie Reflexion an der Münsterstraße 6.

Dienstag, 18.12.2018, 15:58 Uhr
Nachwuchskünstler Andro Shaya mag es bunt. Seine Werke in Acryl und Lack sind noch bis zum Jahresende in der Galerie Reflexion an der Münsterstraße 6 zu sehen.
Nachwuchskünstler Andro Shaya mag es bunt. Seine Werke in Acryl und Lack sind noch bis zum Jahresende in der Galerie Reflexion an der Münsterstraße 6 zu sehen. Foto: Axel Roll

Malen, das war schon immer sein Ding. Als Kind wie als Auszubildender. So absolvierte der Borghorster mit Wurzeln im Nordirak eine Lehre als Autolackierer, bevor er jetzt sein Fachabitur mit der Ausrichtung Gestaltung in Angriff nahm. Für Andro Shaya ist klar: „Natürlich möchte ich danach Kunst studieren.“

Die Ausstellung in der Galerie Reflexion ist seine erste. Natürlich macht es den 24-Jährigen stolz, seine Bilder an prominenter Stelle in der Borghorster Innenstadt zeigen zu können. Sie leben von ihrer Farbigkeit und ungewohnten Perspektiven. „Ich mag es, zu experimentieren“, deutet Andro Shaya auf seine mit Leuchtfarbe gemalten Porträts, die hinter einer Schwarzlichtröhre geheimnisvoll in grellen Tönen schimmern. Acryl und Lack sind die bevorzugten Techniken des Künstlers.

Wenig festgelegt ist Shaya bei seinen Motiven. Menschen und Tiere, aber auch seine heimliche Leidenschaft, schnelle Autos, finden sich in seinen Bildern wieder. Sitzt der Abiturient abends in seinem Zimmer an der Staffelei, vergisst er oft die Zeit, wie er sagt. „Manchmal male ich bis morgens um drei“, sagt der 24-Jährige. „Wenn ich dann um sechs wieder raus mus, ist das manchmal schon hart.“

Galerie-Betreiberin Rahaf Eid freut sich natürlich, dass sie einem Nachwuchstalent eine Chance geben kann. Sie ist überzeugt, dass es Andro Shaya noch weit bringen kann. „Er hat wirklich Talent“, ist Eid überzeugt.

Vor ziemlich genau einem Jahr gründete die Syrerin ihre Galerie an der Münsterstraße und erfüllte sich damit einen Traum. Sie unterhält, wie sie sagt, vielfältige Kontakte zu einer internationalen Künstler-Szene. „Ich werde immer wieder gefragt, warum ich unbedingt in Borghorst eine Galerie eröffnet habe“, erzählt Rahaf Eid. Ihre Antwort: „Ich mag den Ort einfach und bin überzeugt, dass sich hier eine Menge bewegen lässt.“

Was die Künstlerin allerdings schon beobachtet: „Die Menschen scheuen sich offensichtlich, obwohl sie offensichtlich interessiert sind, einfach mal hereinzukommen und sich die Bilder anzuschauen. Das finde ich sehr schade.“ Um die Schwellenangst zu senken, hat sie jetzt einen Zettel an die Glastür geheftet: Eintritt frei.

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Die Ausstellung ist montags bis freitags von 16-18 Uhr geöffnet.

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