Bürgermeisterin zum Weber-Quartier
Kauf ist keine Option

Borghorst -

Das Weberquartier-Areal von der Stadt selbst zu kaufen, ist für die Bürgermeisterin keine Option. „Das würde ich ablehnen“, sagte Claudia Bögel-Hoyer am Montagabend beim FDP-Ortsparteitag. Die Gefahr ist ihrer Ansicht nach viel zu groß, dass die Stadt „auf dem Geld hängen bleibt“. Sie setzt weiter auf die List-Gruppe, die gerade erst eine dreimonatige Verlängerung der Kaufoption erhalten hat (unsere Zeitung berichtete ausführlich).

Dienstag, 12.02.2019, 14:38 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 15:28 Uhr
Die Belebung der Borghorster Innenstadt ist eine der Herausforderungen der Zukunft.
Die Belebung der Borghorster Innenstadt ist eine der Herausforderungen der Zukunft. Foto: Bernd Schäfer

„List kann‘s“, ist die Bürgermeisterin überzeugt. Die Nordhorner Unternehmensgruppe sei ein guter Entwickler, der auf Qualität setze. Die Verwaltungschefin hofft, dass bei einem von ihr anberaumten Termin mit allen Beteiligten der Gordische Knoten durchschlagen wird. Eine Schwierigkeit bei der Realisierung des Projektes sei, dass eine Vielzahl von Interessen unter einen Hut gebracht werden müssten. Als Beispiel nannte Claudia Bögel-Hoyer das UKM-Marienhospital. Es müsse sich artikulieren, welche Reha-Einrichtung zum Haus passe und damit auf dem Websaal-Gelände realisiert werden solle. Die Bürgermeisterin wörtlich: „Auf dem Areal wollen sich viele verwirklichen.“ Nicht zuletzt die Fledermäuse. Aber auch die Altlastenfrage sei nicht abschließend geklärt.

Für die Borghorster Innenstadt appellierte Bögel-Hoyer an die Politik, doch „größer und verrückter“ zu denken. Sie fragte: „Warum zum Beispiel keine Kindertagesstätte in der Fußgängerzone?“ Aber auch die Bebauung des Roten Platzes, um eine Anbindung an das BWS-Zentrum zu erhalten, sei denkbar. Technischer Beigeordneter Hans Schröder habe eine Studie in Arbeit, was in der Borghorster Innenstadt machbar sei. Die Bürgermeisterin sieht die teilweise schon vollzogenen Besitzerwechsel für die Innenstadt-Immobilien, Beispiel das ehemalige Kaufhaus Bierbaum, als Chance für eine nachhaltige Belebung an. Weiter gehe es aber auch in Burgsteinfurt. Für die Tabakfabrik Rotmann liege der Bauantrag vor, für das Gartencenter Vähning seien Gespräche anberaumt.  

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