Rosenmontag in Ostendorf und auf dem Neuen Markt
Das nahende Ende

Borghorst -

Die Stimme des Präsidenten war die eines Rosenmontags angemessen. Kratzig und von den Strapazen der Vortage hörbar angegriffen. „Es ist Montag und das Ende naht“, schaute Georg Hellmann beim morgendlichen Auftritt in der Ostendorfer Prinzenresidenz schon gen Mitternacht. Punkt zwölf wird der Stadtprinz traditionsgemäß im Kreise seiner Getreuen aus dem Kostüm geschält.

Dienstag, 05.03.2019, 09:10 Uhr
Die Mini-Tanzgarde der Prinzen begeisterte mit ihrer musikalischen Winterreise, die sie als kleine Schneemänner antraten. Das Publikum auf dem Neuen Markt war aus dem Häuschen.
Die Mini-Tanzgarde der Prinzen begeisterte mit ihrer musikalischen Winterreise, die sie als kleine Schneemänner antraten. Das Publikum auf dem Neuen Markt war aus dem Häuschen. Foto: Axel Roll

Die Stimme des Präsidenten war die eines Rosenmontags angemessen. Kratzig und von den Strapazen der Vortage hörbar angegriffen. „Es ist Montag und das Ende naht“, schaute Georg Hellmann beim morgendlichen Auftritt in der Ostendorfer Prinzenresidenz schon gen Mitternacht. Punkt zwölf wird der Stadtprinz traditionsgemäß im Kreise seiner Getreuen aus dem Kostüm geschält. Daran wollte Frank I., der freudig neben seinem Zepter den goldenen und schweren Stadtschlüssel schwenkte, vor den jubelnden Untertanen seines Haus- und Hofvereins aber noch gar nicht denken.

Rosenmontag in Borghorst

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Genießen war das Motto der letzten Stunden seiner Regentschaft. Zweimal zog das Dreigestirn bei den Ostendorfern ein. Einmal am Morgen, direkt nach dem Katerfrühstück, das Dreigestirn und Komitee auf Einladung der Sparkasse im Café Mauritius stark für den Tag gemacht hatte. Einmal am Nachmittag, vor dem letzten öffentlichen Auftritt bei den Hollichern. Zwischendrin der Kinderkarnevalsumzug in Burgsteinfurt, die Karnevalsfeier bei den Dumter Schützen und der phänomenale Empfang auf dem Neuen Markt. Dort warteten im proppevollen Festzelt Prinzen und Wilmsberger mit ihren befreundeten Vereinen.

Prinzen-Vorsitzender Kai Laukemper und Kollege Andreas Krüler von den Wilmsberger konnten sehr zufrieden sein. Das Zelt hat sich als Anlaufpunkt während der Tollen Tage fest etabliert. Donnerstagabend, Weiberfastnachtsparty: brechend voll, wenn auch erst ein bisschen später am Abend. Der Freitag ganz im Zeichen des Kinderkarnevals, morgens die Marienschule, nachmittags die Kinderparty. Samstag Schlüsselübergabe, wie gewohnt sehr gut besucht. Der Sonntag dann während und nach dem Umzug fast der Ausnahmezustand. Und Montag dann der krönende Abschluss mit der Karnevalssitzung, bei der über 500 gut gelaunte Gäste ein anspruchsvolles wie mitreißendes Programm erleben konnten.

Gleiches galt für die Ostendorfer, die im Saal Hersping ihre traditionelle Sitzung feierten. Wie gewohnt waren die Stuhlreihen eng besetzt und der Aufruf von Conferencier Berthold Pries ohne Wirkung: „Wem es nicht gefällt, der kann ja gehen.“ Alle blieben sitzen . . .

Die Programme an beiden Partyorten glänzten durch einen gelungenen Mix von lokalen Karnevalsgrößen und überregional bekannten Künstlern. Absolute Spitzenklasse in diesem Jahr: die heimischen Tanzgarden. Wilmsberger wie Prinzen und in Ostendorf die Chickendales nicht zu vergessen. Souverän, schlagfertig und witzig: Manni, der Rocker, der auf dem Neuen Markt durch das Fünf-Stunden-Programm führte. Er erkannte schnell: „Borghorst ist das Brasilien des Westens.“

Eine echte Granate in der Bütt war Stefan Rodefeld, alias Onkel Werner. Selbstbegleitet auf seiner Ukulele sang er von den Zeiten, als es noch kein Amazon, dafür den Ottokatalog, als das Telefon noch grün war und ein Kabel hatte und Pokemon Schnitzeljagd hieß. Den Refrain sangen die Narren im Zelt alle mit: „We had joy, we had fun, we had seasons in the sun.“

Die „Zwei Lausbuben“ Uwe und Manfred erzählten dem Publikum in Ostendorf und in der Borghorster Innenstadt von ihrem Alltag mit ihren Frauen, der offensichtlich nicht sooo glücklich ist. Uwe wollte mit seiner Angetrauten nicht nach Paris, die Stadt der Liebe, sondern stattdessen nach Peking, der Stadt der Drachen.

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