Cäcilienchor existierte nur vier Jahre lang
Kirchenchor löst sich auf

Borghorst -

Aus zwei wird eins wird keins – der Cäcilienchor, der 2014 aus den beiden ehemaligen Kirchenchören St. Marien und St. Nikomedes entstanden war, hat sich aufgelöst.

Mittwoch, 06.03.2019, 19:00 Uhr
Früh übt sich: Im Oktober 2017 gab der Cäcilienchor gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Johannes Nepomuk und dem Collegium musicum Münster ein Konzert in der St. Johannes Nepomuk-Kirche.
Früh übt sich: Im Oktober 2017 gab der Cäcilienchor gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Johannes Nepomuk und dem Collegium musicum Münster ein Konzert in der St. Johannes Nepomuk-Kirche. Foto: Kamer

Von Anfang an stand der Chor unter keinem glücklichen Stern – gleich nach dem Zusammenschluss gab es eine unruhige Zeit, da musste erst einmal zusammenwachsen, was nicht unbedingt zusammen gehörte. Erst nach einiger Zeit glätteten sich die Wogen. Dennoch blieb zuletzt der Sängernachwuchs aus, vor allem bei den Männerstimmen wurde die Besetzung dünn.

Den Ausschlag gab dann Markus Schröder, der als Organist und Chorleiter wohl als großes Missverständnis in die Nikomedesgeschichte eingehen wird: Eigentlich sollte er die Aufgaben seiner Vorgängerin Elisabeth Lefken im Burgsteinfurter Gemeindeteil übernehmen. Weil er aber mit dem jungen Chor „Sing with Joy“ nicht klarkam, wechselten er und Kantor Markus Lehnert die Chorleitungen – Schröder übernahm den Cäcilienchor.

Allerdings wohl ohne größeren Elan, zu den ersten Proben erschien er nicht, dann lag auch schon seine Kündigung auf dem Tisch von Pfarrer Markus Dördelmann. „Danach haben wir alle zusammen gesucht, aber keine Lösung gefunden“, bedauert Pfarrer Dördelmann das Ende des Chors. „Das Team hat sich dann zusammengesetzt und entschieden: So geht das nicht mehr.“

Einige der Chormitglieder hätten sich mittlerweile dem Chor „Cantata“ angeschlossen, andere dem Chor der Burgsteinfurter St. Johannes-Nepomuk-Kirche, der von Peter Winkens geleitet wird. „Wir sind sehr nett und freundlich aufgenommen“, sagt eine der Sängerinnen über ihre neuen Mitstreiter von der anderen Seite des Buchenbergs. Und dass der für die St. Nikomedes-Großgemeinde keine Trennlinie in egal welche Richtung mehr ist, zeigte sich erstmals beim Diamantenen Priesterjubiläum von Karl Holthaus: Da begleitete der von Borghorstern verstärkte Chor aus Burgsteinfurt in der Nikomedeskirche den Festgottesdienst. „Es ist immer schade und traurig, wenn sich ein Chor auflöst“, sagt Markus Dördelmann. Gleichzeitig freut er sich aber darüber, dass die meisten Sänger und Sängerinnen eine neue Heimat gefunden haben. „Wir sehen uns da als eine Einheit. Und das ist gut so.“

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