Tierschutzverein Hundepfoten
Viel Dankbarkeit für ein neues Zuhause

Steinfurt -

Ob Kalle, Momo, Vicki und Watson ahnen, wie viel Glück sie gehabt haben? Die knuddeligen Vierbeiner mit Migrationshintergrund gewöhnen sich seit ein paar Wochen an ein Leben, das sie so noch gar nicht kannten: Dreimal täglich ein voller Napf, ein eigenes, warmes Körbchen, Spaziergänge durch das schöne Münsterland und vor allem die Fürsorge und Zuwendung ihrer „Adoptionseltern“. Wer ihrem Glück auf die Sprünge geholfen hat, das steht jedoch fest. Über den Tierschutzverein Hundepfoten Steinfurt sind sie aus den ungarischen Tierheimen Remény-Lak und Békéscsaba an Familien im Kreis Steinfurt vermittelt worden.

Freitag, 08.03.2019, 14:12 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 16:22 Uhr
Die Eheleute Albert und Heidrun Böcker haben Tibetterrier Eberhard in ihr Herz geschlossen. Vermittelt hat den Vierbeiner Antje Henzel von Hundepfoten Steinfurt (M.).
Die Eheleute Albert und Heidrun Böcker haben Tibetterrier Eberhard in ihr Herz geschlossen. Vermittelt hat den Vierbeiner Antje Henzel von Hundepfoten Steinfurt (M.). Foto: cm

Bei Heidrun und Albert Böcker war es Liebe auf den ersten Blick, als sie Momo auf der Homepage des seit 2016 aktiven Vereins entdeckten. Die mittelgroße, hellblonde Mischlingshündin passt sehr gut in ihren tierlieben Haushalt, in dem es auch eine Katze und regelmäßige Betreuung der „Enkelhunde“ gibt. Da die Böckers so erfahren sind, lassen sie Momo viel Zeit, sich an alles Neue – zum Beispiel Treppen oder Straßenverkehr – zu gewöhnen. So kann der Hund seine Scheu nach und nach abbauen und schmiegt seinen Kopf vertrauensvoll an Frauchens Bein: „Sie lernt sehr schnell und hat sich in den fünf Wochen, die sie jetzt bei uns lebt, an unseren Rhythmus angepasst“, freut sich Heidrun Böcker.

Die Lauffreude des jungen Hundes harmoniert bestens mit Frauchens Schrittzähler-Armband und auch sonst hält Momo ihre Besitzer auf Trab: „Neulich hat sie Tulpenzwiebeln ausgebuddelt, ja, sie macht natürlich auch Quatsch“ sagt Albert Böcker schmunzelnd.

Die gelungene Vermittlung von Momo, Anni, Michel und wie die rund 200 Fellnasen alle heißen, die in den letzten zwei Jahren in den Kreis Steinfurt vermittelt wurden, ist für die zehn Aktiven des Vereins der Lohn für eine intensive Beratungs- und Vorbereitungsarbeit. „Klein und fein“, nennt Antje Henzel diese Art der gründlichen, individuellen Vermittlung, bei der es nur einen geringen Rücklauf gibt. Sie und ihre ehrenamtlichen Mitstreiterinnen reisen regelmäßig nach Ungarn und wählen die Hunde aus, die für eine Adoption in Frage kommen. Diese Tiere werden auf ihrer Internetseite mit allen bekannten Daten und Fotos vorgestellt. Bevor die Vierbeiner dann tatsächlich mit einem Bulli nach Deutschland geholt werden, werden sie kastriert, geimpft, gechippt und kommen drei Wochen in Quarantäne.

Wenn die Hunde nicht direkt vermittelt werden können, kommen sie zu Pflegestellen, wo Interessierte sie besuchen können. Antje Henzel ist es wichtig, dass auch ältere Hunde vermittelt werden: „Das sind oft die wahren Schätze. Ungeheuer dankbar für die letzten Jahren ihres Lebens in Freiheit, sind sie auch für Senioren geeignet, die ein junger Hund überfordern würde.“

Die Hundevermittlung ist nur ein Teil der Aktivitäten von Hundepfoten Steinfurt. „Wir verbessern auch das Leben der Hunde, die in Ungarn bleiben müssen“, betont die Hundenärrin. Das geschieht durch Sach-, Futter- und Geldspenden an die oben genannten Tierheime, mit denen unter anderem ein Grundstück gekauft wird. Ein wichtiger Aspekt ist ein Kastrationsprojekt, um das Elend zu vieler Welpen zu verhindern. Auf der Homepage steht das Motto der Tierschützer: „Du kannst nicht alle Hunde der Welt retten. Aber für einen Hund die ganze Welt“.

Zum Thema

Kontakt: www.hundepfoten-steinfurt.de, oder telefonisch: 0179- 9428045 (Antje Henzel).

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