Kunstrasen im VR-Bank-Stadion muss bald erneuert werden
Sportstätten sollen öffentlich zugänglich bleiben

Burgsteinfurt -

13 Jahre ist der Platz an der Liedekerker Straße alt – für Kunstrasenverhältnisse steht er damit kurz vorm Lebensende.

Freitag, 22.03.2019, 20:00 Uhr
Wiedersehen am bereits geflickten Elfmeterpunkt: Hans Schröder (l.) traf beim Ortstermin im Burgsteinfurter Stadion mit Prof. Dr. Udo Schmidt einen seiner ehemaligen Professoren wieder.
Wiedersehen am bereits geflickten Elfmeterpunkt: Hans Schröder (l.) traf beim Ortstermin im Burgsteinfurter Stadion mit Prof. Dr. Udo Schmidt einen seiner ehemaligen Professoren wieder. Foto: Bernd Schäfer

Das Borghorster Preußenstadion hat gerade einen neuen Kunststoffrasen bekommen, der Belag im Burgsteinfurter VR-Bank-Stadion wird es auch wohl nicht mehr lange machen. „10 bis 15 Jahre hält so ein Rasen“, sagt der Osnabrücker Kunstrasenexperte Prof. Dr. Udo Schmidt. 2006 wurde der Rasenteppich verlegt, da lässt sich die Rest-Lebensdauer leicht ausrechnen.

Bei einem Ortstermin mit Platzwart Wolfgang Jakob, Norbert Kerkhoff und Hans-Dieter Jürgens vom Förderverein des Stadions sowie dem Technischen Beigeordneten Hans Schröder nahm der Professor am Freitag den Platz genau unter die Lupe. Vor den Toren und an den Elfmeterpunkten wurden bereits neue Teppichflächen in den Kunstrasen eingebaut, an anderen Stellen sind Löcher im Belag mit Panzerband geflickt. „Das sind typische Problemstellen – besonders auf der Seite zum Eingangsbereich hin“, ist das Bild für den Experten nichts ungewöhnliches.

Das einzige Mittel, eine längere Lebensdauer zu ermöglichen, sei, die öffentliche Nutzung zu verbieten. In einigen Städten sind Plätze bereits in „Käfige“ mit vier Meter hohen Zäunen und elektronischer Zugangssicherung verwandelt worden. „Die Tendenz geht da hin“, sagt Prof. Schmidt.

Das wolle man in Steinfurt auf gar keinen Fall, waren sich Kerkhoff, Jürgens und Schröder einig. Die Sportplätze der Stadt sollen auch in Zukunft für alle zugänglich bleiben – dafür nehme man eine schnellere Abnutzung in Kauf.

Wie lange der Burgsteinfurter Platz noch mit Flickwerk bespielbar gehalten werden kann, ohne dass eine Sperrung wie im Preußenstadion droht, soll nach der gründlichen Analyse durch den Kunstrasenexperten besprochen werden.

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