Politik erteilt Heimatvereins-Wunsch eine klare Absage
Burgsteinfurter Bücher bleiben in Borghorst – basta!

Steinfurt -

Da musste sich Günter Marquard beim Zeitung lesen die Augen reiben: Bei der Jahreshauptversammlung des Burgsteinfurter Heimatvereins wurde betont, dass der bevorstehende Umzug von Burgsteinfurter Archivalien in das neue Stadtarchiv in der ehemaligen Borghorster Nikomedesschule nur ein vorläufiger sei.

Freitag, 22.03.2019, 16:40 Uhr
Die aktuellen Lagerbedingungen des Stadtarchivs sind suboptimal – in der Nikomedesschule sollen die Archivalien besser vor weiterem Verfall geschützt sein – und langfristig dort bleiben.
Die aktuellen Lagerbedingungen des Stadtarchivs sind suboptimal – in der Nikomedesschule sollen die Archivalien besser vor weiterem Verfall geschützt sein – und langfristig dort bleiben. Foto: Drunkenmölle

Eine Arbeitsgruppe des Vereins bemühe sich um ein neues Domizil in Burgsteinfurt – und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer stehe diesem Ansinnen positiv gegenüber.

„Ist sie da vielleicht falsch zitiert worden?“, hatte CDU-Mann Marquard am Donnerstagabend im Hauptausschuss noch leichte Hoffnungen. Die aber vom Technischen Beigeordneten Hans Schröder zunichte gemacht wurden: Nein, das sei so schon richtig. Diese Vermeidung eines klaren Bekenntnisses zum neuen Stadtarchiv sorgte für ordentlich Unmut bei den Mitgliedern des Hauptausschusses.

Schließlich werde gerade der Keller der Nikomedesschule für einen sechsstelligen Euro-Betrag archivtauglich gemacht. Da könne man doch nicht schon wieder darüber nachdenken, ein weiteres Archiv zu bauen – nur damit das Material im jeweiligen Ortsteil bleiben kann. „Ich kann diese Aussage der Bürgermeisterin nicht nachvollziehen – das ist fishing for compliments“, hätte sich Norbert Kerkhoff (CDU) ein klares Bekenntnis zum neuen Archivstandort gewünscht. Schröder versprach, keinen weiteren Standort zu planen: „Bei uns im Rathaus arbeitet keiner an einer derartigen Strategie.“ Eine einzige Einschränkung machte er: „Ob das in 20 Jahren noch so ist, kann natürlich niemand sagen.“

Auch alle anderen Fraktionen erteilten dem Wunsch des Burgsteinfurter Heimatvereins nach einer Rückkehr der Archivalien eine Absage. Steinfurt sei schließlich eine Stadt, da sei es egal, in welchem Teil das Material lagere.  

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