Kirchenkreis begrüßt neuen Jugendpfarrer und diskutiert über zukünftige Nachbarschaften
Neues ausprobieren

Kreis Steinfurt -

Mit einem Gottesdienst in der Christuskirche Dülmen sind Pfarrer Dirk Heckmann und Simone Erdweg in ihre neuen Ämter im Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken eingeführt worden. Heckmann ist seit dem 1. Februar Bildungs- und Jugendpfarrer im Kirchenkreis; Simone Erdweg war auf der Herbstsynode im vergangenen Jahr als stellvertretendes Mitglied in den Kreissynodalvorstand gewählt worden.

Mittwoch, 27.03.2019, 16:28 Uhr
Dirk Heckmann (h., 1.v.l.) und Simone Erdweg (v., 6.v.l.) wurden von Superintendent Anicker (v., 7.v.l.) und Mitgliedern des Kreissynodalvorstands sowie Weggefährten in ihre Ämter eingeführt.
Dirk Heckmann (h., 1.v.l.) und Simone Erdweg (v., 6.v.l.) wurden von Superintendent Anicker (v., 7.v.l.) und Mitgliedern des Kreissynodalvorstands sowie Weggefährten in ihre Ämter eingeführt. Foto: Maleen Knorr

Erdweg engagiert sich bereits viele Jahre in ihrer Gemeinde Ahaus. „Ich habe Sie kennengelernt als eine Christin, die mit wachem Blick, mit hohem Engagement bereit ist, sich für die Gemeinde einzusetzen“, so Superintendent Joachim Anicker.

Dass dem Kirchenkreis mit der Wahl von Dirk Heckmann ein Glücksgriff gelungen sei, machte Anicker deutlich, der den „Pilger- und Männer- und Motorradpfarrer Dirk Heckmann aus Unna“ willkommen hieß. „Ihre Kompetenzen, Ihre Erfahrung, Ihr Profil: da passt vieles“, war Anicker überzeugt.

Mit der Dienstaufnahme von Heckmann ist der Einsatz von Pfarrer Holger Erdmann zu Ende gegangen, der die kreiskirchliche Jugendarbeit ein Jahr neben den Aufgaben in seiner Gemeinde Borghorst-Horstmar geleitet hatte. Ihm sprach Anicker im Namen der Kreissynode seinen Dank aus.

„Das Wort ‚Bildung‘ finden wir nicht in der Bibel“, erklärte Heckmann in seiner Antrittspredigt. Anhand der Paradiesgeschichte machte er deutlich, dass es hilfreich sein kann, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. „Adam und Eva bewiesen Mut, als sie den Apfel vom Baum der Erkenntnis aßen. Sie haben das Gebot übertreten, weil sie wissen wollten, was dahinter steckt – an Leben, Wissen und Erkenntnis“ so Heckmann. Er warb dafür, Neues zu wagen, Ungewohntes auszuprobieren: „Die Angst vor dem Scheitern lähmt. Aber aus Fehlern kann man lernen.“ Gerade für die Institution Kirche sei es wichtig, neue Wege zu gehen, Altes hinter sich zu lassen und Neues auszuprobieren, so Heckmann.

Im Anschluss an den Einführungsgottesdienst fand im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche Dülmen ein Workshop über „Nachbarschaften“ statt. Rund 75 Haupt- und Ehrenamtliche haben sich mit der Frage beschäftigt, wie verbindliche Nachbarschaften aussehen können, in denen die einzelnen Gemeinden in Zukunft gegenseitig unterstützen können. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und damit einhergehende abnehmende Finanzmittel sowie der bevorstehenden Pensionierungswelle im Pfarramt bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel macht eine Auseinandersetzung mit dieser Frage unumgänglich. Die Arbeit dieses ersten Workshoptages soll fortgesetzt werden und in die Gründung verbindlicher Nachbarschaften im Kirchenkreis münden.

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