Jahreskonzert des CVJM-Posaunenchors
Abwechslung auf hohem Niveau

Burgsteinfurt -

Erstmals begann der CVJM-Posaunenchor Burgsteinfurt im vergangenen Jubiläumsjahr zum 125-Jährigen ein Konzert mit dem Choral „Wunderbarer König, Herrscher von uns allen“. Am Samstag wiederholte die Formation diesen feierlichen Einstieg bei seinem Jahreskonzert in der Aula des Gymnasiums Arnoldinum.

Sonntag, 31.03.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 09:48 Uhr
Der CVJM-Posaunenchor gestaltete einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend.
Der CVJM-Posaunenchor gestaltete einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend. Foto: Rainer Nix

„Wir haben damit das Publikum in den Arm genommen“, so der Vorsitzende Udo Werdeling. Beim diesem Intro säumten die Musiker die Stuhlreihen auf der rechten und linken Seite, bevor sie die Bühne betraten.

Dirigent Stefan Blaak stellte ein abwechslungsreiches Programm von Operettenklängen über Filmmusik und Marsch bis hin zu Kultsongs der Popmusik auf die Beine, das erneut den hohen Leistungsstand des Orchesters widerspiegelte.

Theresa Gröninger moderierte charmant den Abend und erläuterte nicht nur die musikalischen Besonderheiten der Stücke, sondern auch Geschichten dazu. Nach dem hymnischen „Alleluia! Laudamus Te“ aus der Feder von Alfred Reed ging es weiter mit „Prelude, Siciliano and Rondo“ von Malcolm Arnold. Von einem bombastischen Einstieg bewegte sich die Komposition über ein mutiges Rondo bis hin zu einem rauschenden Finale, das viel Beifall erfuhr. Ihr Bühnendebut gaben Julia Rahe, Benjamin und Jonathan Thieroff, Tom Scherer und Alexia Hoffmann.

Werdeling nahm zwei ganz besondere Ehrungen vor: Joachim Radke ist seit 70 Jahren Mitglied des Posaunenchors, Anne Timmers seit 40 Jahren. „Vor rund einem Jahrzehnt entdeckte das Orchester seine besondere Liebe zur Operette“, so die Moderatorin. Diesmal bekam das Publikum eine fulminante Kostprobe in Form der Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galathée“ aus der Feder von Franz von Suppé. „Die Komposition ‚La Quintessenza‘ von Johan de Meij ist auf Grund ihrer hohen Anforderungen ein beliebtes Wettbewerbsstück für Blasorchester“, erläuterte Theresa Gröninger. Jede Instrumentengruppe war in besonderer Weise gefordert – und meisterte diese Herausforderung souverän.

Auf den Pferderücken in einem Mantel- und Degenfilm versetzt fühlte sich das Publikum bei der Titelmelodie zu „Die Maske des Zorro“. Das Stück mit viel Drive wurde nicht zuletzt durch kontinuierliches Kastagnettenspiel angetrieben.

Im zweiten Teil brachte sich das Jugendorchester unter Leitung von Sandra Steenweg ein und präsentierte unter anderem „Selections from Starlight Express“ von Andrew Lloyd Webber. Slapstickmäßig in alte Zeiten versetzt fühlten sich die Zuhörer bei der „Charles Chaplin Selection“ mit Melodien aus Filmen des Meisters der Stummfilm-Komik.

Das Finale gehörte den 80er Jahren mit Liedern, die jeder kennt. Die „Neue Deutsche Welle“ lebte in Interpretationen von Hits wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Sternenhimmel“ und „Rock me Amadeus“ wieder auf.

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