Nachbarschaftsfeste in Klimaschutz-Quartieren
Beraten bei Bier und Bratwurst

Steinfurt -

Ganz wichtig: Sie müssen nicht, sie können. Und wenn möglichst viele auch wollen, hätte sich die sechsjährige Vorarbeit für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 2025 gelohnt. Gemeint sind die Bewohner der beiden Quartiere Overbergweg/Nieden­kampstraße in Borghorst und der Burgsteinfurter Altstadt. Sie sollen mit geballtem Expertenwissen im Rahmen des Pilotprojekts „Energetische Stadtsanierung“ davon überzeugt werden, wie vorteilhaft es sein kann, ihre Wohnungen und Häuser auf den neuesten baulichen Stand zu bringen.

Montag, 01.04.2019, 16:12 Uhr
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 2025 laden in beiden Quartieren ein zu einem Nachbarschaftsfest, bei denen sich die Bewohner in lockerer Atmosphäre über Sanierungsmöglichkeiten informieren können.
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 2025 laden in beiden Quartieren ein zu einem Nachbarschaftsfest, bei denen sich die Bewohner in lockerer Atmosphäre über Sanierungsmöglichkeiten informieren können. Foto: Axel Roll

Welche Möglichkeiten es gibt, wie solche Maßnahmen mit Hilfe von öffentlichen Krediten und den örtlichen Banken finanziell gestemmt werden können und welche Handwerker dann tatsächlich Hand anlegen können – solche Fragen und noch viele mehr werden bei den Nachbarschaftsfesten beantwortet, die am 10. April im Borghorster Quartier und am 12. April in der Burgsteinfurter Altstadt von der AG 2025 veranstaltet werden.

„Bislang wurde das Thema Klimaschutz wie sauer Bier angepriesen. Jetzt ist es plötzlich up to date“, freut sich SPD-Fraktionschef Alfred Voges, der als Vertreter der örtlichen Politik von Beginn an das Pilotprojekt begleitet. Er ist deswegen optimistisch, dass nicht nur die beiden Nachbarschaftsfeste gut besucht sein werden, sondern dass am Ende auch viele Bürger mitmachen und ihr Heim energetisch auf Vordermann bringen lassen.

Klimaschutzmanager Lorenz Blume teilt diese Zuversicht, wie er am Montag bei einer Pressekonferenz erläuterte: „Die bislang durchgeführten Veranstaltungen waren gut besucht, außerdem bekomme ich immer wieder Anrufe.“

Am 10. und 12. April können sich die interessierten Quartiersbewohner aus erster Hand informieren, Architekten, Bänker, Handwerker, Energieberater – sie alle werden vor Ort sein. Sören Möller und seine Kollegen von der Fachhochschule werden an beiden Tagen die Ergebnisse erläutern, die die Studenten bei ihren Umfragen in den Quartieren zusammengetragen haben.

Das Nachbarschaftsfest für den Bereich Niedenkamp­straße/Overbergweg findet am 10. April (Mittwoch) ab 19 Uhr an oder in – je nach Wetterlage – der Heinrich-Neuy-Schule statt. Schon um 18 Uhr gibt es als Einstimmung auf die Thematik einen Vortrag von Professor Konrad Mertens, der da lautet: „Solarstrom von meinem Dach: Wie geht das? Lohnt sich das noch?“

Die Party in der Burgsteinfurter Altstadt startet auf dem Gelände des Kreisamtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Am Neuen Wall 1, am 12. April (Freitag) ebenfalls um 19 Uhr. Der Vortrag, der eine Stunde vorher beginnt, wird von Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer gehalten. Er spricht über „Neue Wärme für alte Häuser“.

Für Musik sorgt bei beiden Terminen die Band „4Klangfarben“. Der Naturschutzbund ist in Burgsteinfurt für ein Kinderprogramm vor Ort. Und selbstverständlich ist für Heißes vom Grill sowie kühle Getränke gesorgt. Für die fachliche Beratung sind folgende Institutionen vor Ort: Stadtwerke, Kreissparkasse, Verbraucherberatung, Handwerkerkreis, Architekt Franz Werger und das Büro Martin Varwick, der Kreis Steinfurt, Ingenieurbüro Stefan Jöken, Fachhochschule Steinfurt, Landschaftsdesign Annegret Brinkschulte, Stadt-Klimaschutzmanager Lorenz Blume. Der nimmt auch die Anmeldungen für die beiden Nachbarschaftsfeste entgegen: Telefon 0 25 52/92 52 03, E-Mail blume@stadt-steinfurt.de.

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